08:27 20 April 2019
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    US-Stützpunkt Deveselu in Rumänien

    Rumänien spricht sich gegen Stationierung von Atomwaffen in Europa aus

    © AFP 2019 / DANIEL MIHAILESCU
    Politik
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    Rumäniens Außenminister Teodor Viorel Melescanu hat sich gegenüber der „Welt“ gegen die Stationierung von Atomwaffen in Europa nach der Erklärung der USA und Russlands über ihre Pläne zum Austritt aus dem INF-Vertrag geäußert.

    „Wenn Moskau keinen Dialog will, sind wir gezwungen, angemessene Antworten zu finden. Die Stationierung von Atomwaffen in Europa wäre aber ganz bestimmt eine schlechte Antwort. Das sehe ich nicht kommen, auch in Rumänien nicht“, sagte er wörtlich.

    US-Präsident Donald Trump während der Übungen in dem Fort Drum (Archiv)
    © AP Photo / Carolyn Kaster
    Rumänien ist ihm zufolge „sehr besorgt“ darüber, dass die Amerikaner einen Austritt aus dem INF-Vertrag wollen, aber es bleibe noch ein halbes Jahr Zeit, bevor die Kündigung in Kraft trete. Ferner fügte er hinzu: „Ich fordere Russland auf, alles zu tun, um die Regeln des INF-Vertrags wieder zu respektieren und das Abkommen zu retten.“

    Ab 1. Januar hatte Rumänien den EU-Ratsvorsitz übernommen.

    Washington hatte am 2. Februar in einer Note die Aussetzung des INF-Vertrages verkündet, sich jedoch das Recht vorbehalten, innerhalb eines halben Jahres zu den Bestimmungen des Vertrages zurückzukehren.

    Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte eine spiegelbildliche Reaktion Moskaus auf den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem INF-Vertrag an. Der Kreml habe nicht vor, sich an einem aufwendigen Wettrüsten zu beteiligen. Alle Vorschläge zur Abrüstung seien aber auf dem Tisch, „die Türen sind offen“, so Putin.

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    Tags:
    Stationierung, Atomwaffen, Teodor Melescanu, Europa, Rumänien, USA, Russland