00:14 24 April 2019
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    So schätzt russischer Botschafter in Berlin Druck auf Sputnik und RT ein

    © Sputnik / Alexey Danitschew
    Politik
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    Die Kampagne zur „Hetze“ gegen russische Medien in Deutschland wird aus Mangel an Argumenten für die von ihnen ausgedrückte Position geführt. Die Anhänger dieser Linie entlarven nur sich selbst. Diese Meinung äußerte der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew.

    „Alle, die auf die eine oder andere Art in diese (…) unschöne, gegen russische und russischsprachige Medien entfaltete Medien-Kampagne verwickelt sind, entlarven sich selbst. Kurs auf Diskreditierung wird erst dann genommen, wenn keine Argumente mehr da sind“, so Netschajew.

    Es sei viel leichter, „dem Opponenten Propaganda vorzuwerfen und ihm die Möglichkeit einer freien Vermittlung seiner Meinung an die lokale Gemeinschaft zu verweigern, als eine professionelle, auf Fakten beruhende Diskussion zu Streitfragen zu führen“.

    Er betonte dabei, dass Russland Vertreter von deutschen, in Russland tätigen Medien nicht „malträtiert“, obwohl deren Content „uns nicht immer gefällt und oft weit ab von der Objektivität ist“.

    „Alles, was wir erreichen wollen, ist die Gewährleistung der Möglichkeit für unsere Journalisten, ihre Berufspflicht in Deutschland zu erfüllen, wie dies viel zahlreicher Vertreter der deutschen Medien in unserem Land tun“, fügte er hinzu.

    Die Situation mit den russischen Massenmedien im Westen hat sich in den letzten Jahren immer weiter zugespitzt. Das Europäische Parlament beschloss im November vorigen Jahres eine Resolution, die zum Widerstand gegen russische Massenmedien aufruft. Als Hauptbedrohungen werden darin Sputnik und RT genannt.

    Etliche Politiker im Westen, darunter US-Kongressmitglieder und der französische Präsident Emmanuel Macron beschuldigten Sputnik und RT der Wahleinmischung in den USA und in Frankreich, legten jedoch keinerlei Beweise dafür vor. Offizielle Vertreter Russlands wiesen diese Äußerungen als haltlos zurück.

    Im Januar hatte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die Landesmedienanstalten aufgerufen, dem russischen TV-Sender RT keine Lizenz zur Berichterstattung zu erteilen. Grund dafür: Aus Sicht des DJV ist RT „kein Informationsmedium, sondern ein Propagandainstrument des Kremls“. Laut dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall hatte RT in der Vergangenheit immer wieder Geschichten erfunden oder tatsächliche Ereignisse einseitig dargestellt.

    Die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, bezeichnete die Versuche der deutschen Medien, darunter auch staatlich finanzierter, russische Medien durch Desinformation und Druck zu diskreditieren, als echte Hetzkampagne.

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    Tags:
    Medien, Argumente, Hetze, Druck, RT, Sputnik, Sergej Netschajew, Deutschland, Russland