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12:51 21 September 2019
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    Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow bei einer Pressekonferenz (Archivbild)

    Venezuela: Russlands Vize-Außenminister warnt vor Militärintervention

    © Sputnik / Michail Wosskressenskij
    Politik
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    Eine militärische Intervention in Venezuela würde laut dem russischen Vizeaußenminister Sergej Rjabkow eine radikale Destabilisierung der Lage im Lande selbst sowie in der gesamten Region bedeuten.

    „Wir bemühen uns weiterhin, die legitime Regierung in Caracas in verschiedenen Bereichen auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen, und warnen dabei alle Abenteurer, die womöglich dazu neigen, die Sache zu einem bewaffneten Angriff zu bringen, vor solchen Schritten, da dies eine radikale Destabilisierung der Lage nicht nur in Venezuela, sondern auch in der gesamten Region bedeuten würde“, betonte der Vize-Außenminister in Gespräch mit Sputnik.

    Ihm zufolge sind „die jüngsten Ereignisse in Montevideo, also die Schaffung von zwei Formaten, die in ihrem Verantwortungsbereich nicht ganz übereinstimmen, aber dennoch eine Plattform, ein Forum für die Anbahnung des Dialogs zwischen der Regierung und der Opposition darstellen, ein wichtiger Schritt nach vorne“.

    In der vergangenen Woche gab es zwei internationale Treffen in Uruguays Hauptstadt Montevideo zur Krise in Venezuela. Beide wollten einen neuen Dialogprozess in dem Land in Gang setzen. Die EU-Staaten setzten dabei die Forderung nach Neuwahlen durch. Allerdings gab es keine Einigung hinsichtlich des Schlussdokuments.

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    Am 21. Januar hatten in Venezuela Massenproteste gegen den derzeitigen Präsidenten Nicolás Maduro begonnen. Bei den während der Proteste erfolgten Zusammenstößen waren Menschen ums Leben gekommen. Parlamentschef und Oppositionsführer Juan Guaidó erklärte sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten. Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer Länder erkannten Guaidó unverzüglich als solchen an.

    Maduro, der im Januar seine zweite Amtszeit angetreten hatte, erklärte seinerseits, er sei der verfassungsmäßige Präsident, und nannte den Vorsitzenden des oppositionellen Parlaments eine „US-Marionette“. Zudem kündigte er einen Abbruch der Beziehungen zu den USA an. Russland, China und eine Reihe anderer Länder bekundeten Maduro als legitimem Präsidenten Venezuelas ihre Unterstützung.

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    Tags:
    Nicolás Maduro, Sergej Rjabkow, Montevideo, Venezuela, USA, Russland