14:37 16 Februar 2019
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    Atomwaffen (Symbolbild)

    Nato-Pläne: Keine neuen Atomwaffen in Europa

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    Politik
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    Die Nato hat laut der Vize-Generalsekretärin der Allianz, Rose Gottemoeller, nicht vor, nach der Erklärung der USA und Russlands über ihre Pläne zum Austritt aus dem INF-Vertrag neue Atomraketen in Europa zu stationieren. Dies verlautbarte sie gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

    Am Mittwoch und Donnerstag sollen in Brüssel die Verhandlungen der Verteidigungsminister der Allianz stattfinden. Eines der Hauptthemen sei die Situation um den INF-Vertrag und mögliche Reaktionsmaßnahmen der Nato.

    „Wir werden jetzt diskutieren müssen, wie sich die Nato auf die neuen russischen Raketen einstellt“, sagte die stellvertretende Generalsekretärin.

    „Dabei haben wir nicht die Absicht, neue landgestützte nukleare Waffensysteme in Europa zu stationieren“, so Gottemoeller.

    Ferner sagte sie, dass die Tür für die Verhandlungen weiter offen und Washington weiterhin bereit sei, „die sechsmonatige Suspendierung zurückzuziehen, wenn Moskau das Abkommen wieder einhält, indem es die Raketen vom Typ 9M729 zerstört“.

    Washington hatte am 2. Februar in einer Note die Aussetzung des INF-Vertrages verkündet, sich jedoch das Recht vorbehalten, innerhalb eines halben Jahres zu den Bestimmungen des Vertrages zurückzukehren.

    Russlands Präsident, Wladimir Putin, kündigte eine spiegelbildliche Reaktion Moskaus auf den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem INF-Vertrag an. Der Kreml habe nicht vor, sich an einem aufwendigen Wettrüsten zu beteiligen. Alle Vorschläge zur Abrüstung seien aber auf dem Tisch, „die Türen sind offen“, so Putin.

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    Tags:
    Atomwaffen, Stationierung, NATO, Rose Gottemoeller, Europa