22:44 07 Dezember 2019
SNA Radio
    Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan, wo sie an der Seite der von NATO und USA geführten Koalition kämpfen (Archiv)

    Kabinett beschließt Verlängerung von Bundeswehreinsatz in Afghanistan

    © AFP 2019 / Johannes Eisele
    Politik
    Zum Kurzlink
    9036
    Abonnieren

    Laut einer Meldung der Agentur Reuters hat sich am Mittwoch die Bundesregierung auf die Fortsetzung des Militäreinsatzes in Afghanistan geeinigt. Nun soll darüber auch der Bundestag abstimmen.

    In dem am Mittwoch angenommenen Mandat sieht die Bundesregierung die Verlängerung der Teilnahme von bis zu 1300 deutschen Militärs am Hindukusch um ein weiteres Jahr vor.

    Die Operation der Bundeswehr erfolgt als Teil des Nato-Beratungseinsatzes „Resolute Support”. Derzeit seien 1200 deutsche Soldaten im Afghanistan (vor allem im Norden des Landes) stationiert, so Reuters.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: So bewerten die USA Russlands Rolle bei der Konfliktlösung in Afghanistan<<<

    Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte jedoch, dass der Beschluss von der Militärpräsenz der USA abhänge und dementsprechend überprüft werden könnte.

    Das Bundeskabinett habe die Verlängerung des Einsatzes unter der Maßgabe beschlossen, „dass unsere Präsenz und auch die Präsenz der anderen Nationen, die im Norden Afghanistans ihren Dienst tun, auch abhängig sind von dem amerikanischen Engagement”, zitiert Reuters die Bundeskanzlerin.

    „Wenn sich dort Veränderungen ergeben, werden wir immer wieder überprüfen müssen, ob dann unser Engagement noch nötig ist”, so Merkel weiter.

    Die Nato-Verteidigungsminister treffen sich am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel, wo unter anderem der Einsatz in Afghanistan besprochen werden soll. Dieses Thema sorgt Reuters zufolge für besonderes Aufregen bei den Allianzstaaten, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Absicht auf den Abzug von rund 14.000 amerikanischen Soldaten verkündet hatte.

    >>>Mehr zum Thema: Von der Leyen: Bundeswehr wird Afghanistan bei US-Abzug verlassen<<<

    Mitte Januar hatte die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegenüber der „Zeit“ verlautbart, dass Deutschland im Fall eines US-Truppenabzugs aus Afghanistan das Land ebenfalls verlassen werde.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    17 Jahre Afghanistan-Krieg: Was hätten Nato-Länder mit dem ganzen Geld tun können?
    Afghanistan: Taliban attackieren Konvoi der Sicherheitskräfte
    Fataler US-Bericht: Kabul kontrolliert nur die Hälfte Afghanistans
    Tags:
    Militäreinsatz, Resolute Support, Bundestag, Bundesregierung, Reuters, Ursula von der Leyen, Angela Merkel, USA, Afghanistan, Deutschland