22:50 20 April 2019
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    Der philippinische Präsident, Rodrigo Duterte (Archivbild)

    Duterte will Philippinen umbenennen

    © Sputnik / Sergej Gunejew
    Politik
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    Der philippinische Präsident, Rodrigo Duterte, hat vorgeschlagen, den Pazifikstaat umzubenennen. Sein Lager stimmt der Initiative zu. In den sozialen Netzwerken hat seine Idee hingegen Kritik geerntet.

    Geht es nach dem philippinischen Staatschef, soll das Land künftig Maharlika heißen. Mit seinem Vorschlag greift Duterte, der die Philippinen seit seinem Amtseid im Juni 2016 regiert, die Idee des verstorbenen Diktators Fernando Marcos auf

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    Viele philippinische Nutzer schrieben als Reaktion, das Land solle sich in erster Linie um seine eigentlichen Probleme kümmern.

    Das Wort Maharlika aus der Sprache der Einheimischen lässt sich mit „Adel“ übersetzen. Damit bezeichnet man eigentlich jemanden mit Wissen und Reichtum. Die Philippinen wurden nach dem früheren König Spaniens Philipp II. (1527-1598) benannt. Offiziell  existiert der Name seit der Entdeckung der Inseln im 16. Jahrhundert.

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    Aus der Geschichte sind zahlreiche Vorbilder der Umbenennung eines Landes bekannt: Im vergangenen Jahrhundert änderten viele Ex-Kolonien in Asien und Afrika nach der Unabhängigkeit ihren Namen. Zu den Beispielen aus jüngster Zeit gehört das bisherige Swasiland (seit dem vorigen Jahr eSwatini) sowie die ehemalige Teilrepublik Jugoslawiens Mazedonien, die seit dieser Woche Nordmazedonien heißt.

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    Tags:
    Vorschlag, Umbenennung, Kritik, Rodrigo Duterte, Philippinen