SNA Radio
    Umdislozierung der US-Kampffahrzeuge vom Typ „Stryker“ (Archiv)

    Radpanzer für Europa: USA bekämpfen selbstgemachte Gefahr – mit falschen Mitteln

    © Foto: U.S. Air Force/Justin Connaher
    Politik
    Zum Kurzlink
    11835

    Die USA wollen Kampffahrzeuge vom Typ „Stryker“ in Europa stationieren, berichtet „Fox News“. Offiziell sollen die schweren Radpanzer dem Schutz europäischer Staaten dienen – vor Russland. Ein Militärexperte sagt im Sputnik-Gespräch: Die USA destabilisieren Europa, statt es zu schützen, wie im Kalten Krieg.

    Die Denkfabrik RAND Corporation aus den USA behauptet, die russische Bevölkerung sei aggressiv eingestellt. In einem Bericht mit der Überschrift „Russlands feindliches Vorgehen in Europa“ verweisen die Analysten der Denkfabrik auf eine Datenerhebung von 2016, laut der angeblich 82 Prozent der Russen gesagt hätten, Russlands Nationalinteressen gehen über die Grenzen des Landes hinaus. Vier Jahre davor seien es 43 Prozent gewesen. Außerdem, so die Analysten von RAND Corporation, herrsche in Russland eine „Paranoia“ wegen der Nato-Osterweiterung.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Hunderte US-Militär-Fahrzeuge demnächst durch Deutschland unterwegs<<<

    Auf diese sogenannte Studie verweist auch der Sender „Fox News“, als er über die geplante Stationierung der Radpanzer berichtete. Man muss also annehmen, dass die schweren Kampffahrzeuge wegen „Russlands feindlichem Vorgehen“ nach Europa verlegt werden sollen.

    „Die USA versuchen den Europäern zu vermitteln, dass die Anhäufung amerikanischer Kriegstechnik auf europäischem Boden die Sicherheit Europas garantiert“, sagt der Militärexperte Alexej Leonkow. „Das Gegenteil ist richtig: Im Kalten Krieg waren auf beiden Seiten riesige Mengen an Kriegstechnik vorhanden. Sicherer war Europa dadurch bekanntlich nicht.“

    Das US-Militär habe damit begonnen, die Radpanzer zu modernisieren, berichtet „Fox News“. Die „Stryker“ werden mit Panzer- und Flugabwehrraketen, mit Kleindrohnen und Lasern aufgerüstet. Mit den Laser-Waffen können gegnerische Drohnen bekämpft werden.

    Bis 2020 soll die Stationierung der Radpanzer abgeschlossen sein. Verlegt werden sie in die baltischen Staaten und die slawischen Länder Süd- und Osteuropas, weil gerade diese Länder zum russischen Interessengebiet gehörten, heißt es im Bericht.

    Der Experte Leonkow sagt: „Erst erzeugen die Amerikaner eine Instabilität in Europa, indem sie die EU in die Anti-Russland-Sanktionen hineinziehen, und dann versuchen sie, Europa davon zu überzeugen, dass Russland angeblich der Aggressor sei und nur die Stationierung von US-Waffen dagegen helfen könne.“

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Europa als Schlachtfeld im Atomkrieg“ – Russland und Friedensinitiativen warnen Nato<<<

    Dabei wird doch das Gegenteil erreicht: „Wird das Militärkontingent in Europa erhöht, muss Russland angemessen reagieren. Weil Russland auf jedes eventuelle Szenario vorbereitet sein muss. Schließlich kann es schwerste Folgen haben, den Feind zu unterschätzen.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Konflikt, Truppen, Stationierung, Nato-Erweiterung, NATO, Europa, USA, Russland