13:35 28 Oktober 2020
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    Die Europäische Union will mit neuen Russland-Sanktionen auf die jüngste Eskalation im Ukraine-Konflikts reagieren. Deutschen Medienberichten zufolge haben sich Vertreter der Mitgliedstaaten am Freitag grundsätzlich darauf geeinigt, die Liste der Personen und Unternehmen zu erweitern, gegen die Vermögenssperren und EU-Einreiseverbote gelten.

    Nach Angaben der russischen Zeitung „Vzglyad“ (vz.ru) sind acht russische Amtsträger betroffen, deren Namen aber nicht genannt werden. Auch zu Details des Treffens seien keine Angaben gemacht worden.

    Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hatte die EU-Staaten bereits im Dezember gebeten, zusätzliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Konkret gehe es ihm um Strafmaßnahmen gegen Personen und Sanktionen gegen russische Hafenanlagen, sagte Klimkin damals.

    Auslöser der jüngsten Eskalation im Ukraine-Konflikt war eine Konfrontation im Schwarzen Meer. Die russische Küstenwache hatte Ende November drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Die Boote samt Besatzung wurden festgesetzt. Die Seeleute sind bis heute in U-Haft.

    Die russische Seite spricht von gefährlichen Manövern der Schiffe im russischen Gewässer. Die Marinesoldaten seien festgenommen worden, weil sie die Staatsgrenze Russlands verletzt hätten, hieß es in Moskau.

    Der Ukraine-Konflikt dauert mittlerweile knapp fünf Jahre an. Auslöser war die Einverleibung der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim, was der Westen als Völkerrechtsbruch bezeichnet. Dagegen beruft sich Russland auf die Resultate eines Referendums, bei dem die überwiegende Mehrheit der Krim-Bewohner im März 2014 für den Beitritt zum Staatsverband Russlands ausgesprochen hatte.

    >>>Mehr zum Thema: Ukraine will erneut Kriegsschiffe durch Straße von Kertsch schicken<<<

    Zudem wirft der Westen Russland die Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine vor, die sich von Kiew losgelöst haben und gegen die reguläre ukrainische Armee kämpfen. Nach UN-Angaben starben in dem Krieg bislang rund 14.000 Menschen.

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    Tags:
    Abstimmung, Sanktionen, Ukraine, Russland, EU