15:21 13 November 2019
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    USA investieren zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland – Studie

    © AP Photo / John Bazemore
    Politik
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    Washington hat 2018 mehr als zehn Mal so viel Geld für sein Militär ausgegeben als Russland. Das geht aus dem Jahresbericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) mit Sitz in London hervor.

    Die USA stehen demzufolge bei den Rüstungsinvestitionen mit Abstand auf Platz eins. Der US-Verteidigungshaushalt soll im vergangenen Jahr bei 643,3 Milliarden US-Dollar (570,4 Milliarden Euro) und damit weit vor den aufstrebenden Militärmächten wie China und Saudi-Arabien gelegen haben.

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    Peking kam laut IISS-Experten auf 168,2 und Riad auf 82,9 Milliarden Dollar (149,1 beziehungsweise 73,5 Milliarden Euro). Mit 63,1 Milliarden Dollar (55,9 Milliarden Euro) belief sich Moskaus Verteidigungshaushalt 2018 auf weniger als ein Zehntel von dem der USA.

    Deutschland gab dem Bericht zufolge 45,7 Milliarden Dollar (40,5 Milliarden Euro) für die Rüstung aus. Das Militärbudget der europäischen Nato-Länder beträgt insgesamt 264 Milliarden Dollar (234,1 Milliarden Euro).

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    Man solle die Zahlen allerdings nicht als Argument nehmen, die Verteidigungsausgaben in Europa wieder zu reduzieren, sagte der IISS-Experte François Heisbourg auf der Münchener Sicherheitskonferenz.

    „Die Russen bekommen viel Schlagkraft aus dem Geld, das sie investieren“, zitieren deutsche Medien Heisbourg. In Europa sei dies nicht unbedingt der Fall.

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    In einem Gespräch mit Sputnik wies der Friedensforscher Lühr Henken darauf hin, dass die Aufrüstung der Bundeswehr damit begründet werde, dass man sich angeblich „vor Russland hüten“ müsse.

    „Man unterstellt, dass Russland irgendwelche Pläne ausheckt, um Westeuropa oder das Baltikum oder Nato-Gebiet anzugreifen. Diese Begründung ist falsch und eine Erfindung. Die russische Seite ist im konventionellen Bereich wesentlich schwächer als die Nato“.

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    Die Nato habe rund zwei- bis dreimal so viel an konventionellen Kräften zur Verfügung, so dass für die russische Seite ein Angriff „Selbstmord“ wäre. „Die Begründung ist eine Lüge“, so der Experte.

    Zuvor hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, die Verteidigungsausgaben Deutschlands in Höhe von 1,5 Prozent des BIP als ungenügend kritisiert. „Russland steht vor der Haustür“, sagte er gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“. Man müsse die Nato daher weiter stärken.

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    Verteidigung, Ausrüstung, Rüstung, Waffen, Truppen, Armee, BIP, Haushalt, Militäretat, US-Militärbasis, Militärbudget, Militärbedrohung, Militärbasen, Militärausgaben, Militär, International Institute for Strategic Studies, IISS, NATO, Richard Grenell, Deutschland, EU, Europa, Russland, Saudi-Arabien, China, USA