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17:57 18 August 2019
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    Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) empfängt im Kreml seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping

    Moskau-Peking-Bündnis droht globaler US-Führerschaft – Historiker

    © Sputnik / Sergej Gunejew
    Politik
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    In seinem Artikel für Bloomberg wirft Historiker Hal Brands einen Blick auf die Kooperation zwischen China und Russland und warnt vor den Gefahren, die diese Beziehungen für die USA bergen könnten.

    In seiner Analyse bezieht sich Brands auf den Jahresbericht der US-Geheimdienste, der weltweit Bedrohungen einschätzt. Dieser soll Licht auf drei auftretenden Trends werfen, die laut Brands die „globale Landschaft erheblich verschlechtern“ könnten.

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    Der erste Trend sei die engere Partnerschaft zwischen Russland und China.

    „China und Russland sind nun enger miteinander verbunden, als je zuvor seit den 50ern. Sie werden sich wahrscheinlich noch weiter nähern, weil sie sich demokratischen Werten und der globalen Führerschaft der USA widersetzen“, erklärt Brands unter Berufung auf den Bericht der Geheimdienste.

    Russland bezeichnet er als einen „schrumpfenden aber aggressiven Akteur“ und China befolge eine „langfristige Strategie zur Erreichung globaler Überlegenheit“.

    Unter den Bereichen der russisch-chinesischen Kooperation nennt der Autor gemeinsame Militärmanöver, Energieabkommen und Waffenlieferungen. Außerdem behauptet er, Moskau und Peking würden versuchen, internationale menschenrechtliche Normen zu schwächen.

    Allerdings bezweifelt Brands, dass diese Zusammenarbeit langfristig bestehen könnte.

    „Wenn China wirklich auf globale Überlegenheit ausgerichtet ist, wird Russland an seinen Grenzen mit einem aggressiven Riesen rechnen müssen. Mittelfristig stehen die USA jedoch einer Quasi-Allianz zwischen ihren beiden Hauptkonkurrenten gegenüber“, schließt der Experte.

    Zu den anderen Trends, welche die US-Hegemonie bedrohen, zählen laut Brands der Wunsch einiger Verbündeter nach mehr Unabhängigkeit von Washington und die Entstehung von neuen Technologien. Dabei fürchtet er insbesondere die technologischen Fähigkeiten Chinas und Russlands, welche die Durchführung von Cyber-Angriffen erlauben könnten.

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    Zuvor hatte das Pentagon China und Russland vorgeworfen, nicht genug Enthusiasmus für Gespräche über Rüstungskontrolle an den Tag zu legen.

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    Tags:
    Hegemonie, Bündnis, Meinung, Geheimdienste, Bloomberg, Hal Brands, USA, Russland, China