00:58 17 Juni 2019
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    Der oppositionelle venezolanische Politiker Juan Guaido bei einer Kundgebung in Caracas (Archivbild)

    Guaido sucht diplomatische Kontakte mit Russland und China

    © Sputnik / Leo Alvarez
    Politik
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    Der Oppositionsführer und selbsternannte Übergangspräsident Venezuelas, Juan Guaido, hat gegenüber der Zeitung „Financial Times“ über die Versuche der Opposition gesprochen, diplomatische Beziehungen zu Russland und China aufzunehmen.

    Denn China und Russland seien die zwei größten Investoren in Venezuela, so Guaido.

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    Zwar erklärte der selbsternannte Interimspräsident nicht, auf welche Weise seine Seite die Verhandlungen führe, fügte jedoch hinzu, dass sein Team bereits mit dem Beziehungsaufbau begonnen hätte.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Wall Street Journal“ berichtet, dass China mit der venezolanischen Opposition Gespräche führt, um seine Investitionen zu schützen. China hatte diese Vorwürfe dementiert und den Bericht des WSJ als „Fake News“ bezeichnet, wie die Zeitung „South China Morning Post“ angibt.

    Venezuela ist seit Monaten mit einer Hyperinflation und einer Versorgungskrise konfrontiert. Der Bevölkerung des ölreichsten Landes der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor diesem Hintergrund kam es zu Protesten gegen Staatschef Maduro, der im Mai 2018 für eine zweite Amtszeit gewählt und am 10. Januar vereidigt wurde.

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    Ende Januar eskalierten die Proteste. Berichten zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen mindestens 16 Menschen getötet. Daraufhin erklärte Oppositionschef Juan Guaidó Präsident Maduro für abgesetzt und sich selbst zum Übergangs-Staatschef. In den Folgewochen kam es zu Massendemos zur Unterstützung des gewählten Präsidenten Maduro. Russland, China und eine Reihe anderer Länder bekundeten Maduro ihre Unterstützung.

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    Tags:
    diplomatische Beziehungen, The Wall Street Journal, South China Morning Post, Financial Times, Juan Guaido, China, Russland, Venezuela