18:18 18 April 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    „Wenn wir das getan hätten …“: Lawrow weist Vorwurf zu Mazedonien zurück

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    Politik
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    Moskau hat sich laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nicht in die Situation um Mazedoniens Namensänderung eingemischt. Wenn Russland auch ein Hundertstel davon getan hätte, was westliche Politiker in diesem Zusammenhang taten, hätte man Moskau laut dem russischen Chefdiplomaten sofort bestraft.

    Es gebe keine Beweise dafür, sagte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

    „Wir wurden beschuldigt, uns in dieses Problem der Namensänderung Mazedoniens eingemischt zu haben. Jedoch hat man uns keine Fakten vorgelegt“, so Lawrow.

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    Er erinnerte daran, dass „fünf oder sechs Spitzenpolitiker nach Skopje gereist waren und sich öffentlich für eine positive Abstimmung bei diesem Referendum ausgesprochen hatten“.

    „Wenn wir nur ein Hundertstel davon getan hätten, hätte man uns dann mit neuen Sanktionen belegt, hätte man dann versucht, uns zu bestrafen”, betonte der Minister.

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    Mazedonien und Griechenland hatten am 17. Juni eine Vereinbarung zur Beilegung des langjährigen Streits um den Namen Mazedonien geschlossen. Danach soll die frühere Teilrepublik Jugoslawiens künftig Nord-Mazedonien heißen.

    Am 30. September 2018 hatte in Mazedonien ein Referendum über die Namensänderung stattgefunden. Die Volksabstimmung scheiterte allerdings faktisch: Denn die Wahlbeteiligung betrug lediglich 36,8 Prozent bei 1,8 Millionen Wahlberechtigten, wobei für ein gültiges Ergebnis eine Wahlbeteiligung von mindestens 50 Prozent hätte erreicht werden müssen.

    Am Dienstag hat die Regierung in Skopje mitgeteilt, dass die Namensänderung nach der Übereinkunft im Streit mit Griechenland offiziell vollzogen sei. Nun heißt der Staat Nordmazedonien.

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    Tags:
    Einmischung, Umbenennung, Referendum, Sergej Lawrow, Griechenland, Mazedonien, Russland