00:16 24 April 2019
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    Russisches Atom-U-Boot in der Arktis (Archivbild)

    Großbritannien will Militärpräsenz in Arktis verstärken

    © Sputnik / Witalij Ankow
    Politik
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    Die britischen Streitkräfte wollen die Zahl ihrer Truppen in der Arktis vergrößern, um die nördliche Nato-Flanke vor Russland zu schützen. Dies berichtet die Zeitung „Telegraph“ unter Berufung auf die jüngsten Aussagen des britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson.

    Eine solche Erklärung machte Williamson während seines Besuchs in der neuen Trainingsbasis der Royal Marines im norwegischen Bardufoss. Er teilte mit, dass im Rahmen des neuen Programms für die nächsten zehn Jahre mehr als tausend Soldaten jährlich zusammen mit ihren norwegischen Kollegen üben würden.

    Darüber hinaus sollten im Jahre 2020 die neuen U-Boot-Jagdflugzeuge des Typs P-8 „Poseidon“ ihre Flüge über der Arktis starten, um der Aktivität der russischen U-Boote entgegenzuwirken.

    Es gehe „um das Üben unserer Fähigkeiten bei Minustemperaturen, um das Lernen bei unseren langjährigen Verbündeten wie Norwegen oder die Beobachtung der Bedrohungen mittels der ,Poseidon˗Flugzeuge; wir werden wachsam für neue Herausforderungen bleiben“, so der britische Verteidigungsminister.

    Laut der Zeitung sollen im nächsten Jahr neun neue „Poseidon“-Maschinen auf dem Luftstützpunkt im schottischen Lossiemouth stationiert werden. Von dort aus werden die Flugzeuge zu Aufklärungsflügen über dem Nordatlantik starten.

    Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow den britischen Verteidigungsminister als „Kriegsminister“ bezeichnet. 

    Einen Tag zuvor hatte sich Williamson in seiner kämpferischen Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz ausgiebig über Russland ausgelassen: Der britische Verteidigungsminister warf Moskau vor, den Westen reizen zu wollen. Er beschuldigte Russland zudem „illegaler Aktivitäten“ zu Lande und zur See.

    Nicht zum ersten Mal liefern sich Lawrow und Williamson ein Wortgefecht. Im vergangenen Jahr, kurz nach dem Giftanschlag auf den Ex-GRU-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Salisbury, sagte der britische Verteidigungschef, Russland solle „die Klappe halten und verschwinden“. Lawrow konterte darauf: „Vielleicht mangelt es bei ihm an Bildung.“

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    Tags:
    Schutz, U-Boote, Militärpräsenz, NATO, Gavin Williamson, Arktis, Russland, Großbritannien