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    Erdogan: Nato ist nicht gegen S-400-Deal mit Russland

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    Politik
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    Die Nato hat laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Unterschied zu den USA keine Einwände gegen die Lieferungen von russischen Fla-Raketen-Komplexen des Typs S-400 an Ankara.

    „Die USA versuchen uns die ganze Zeit zu überreden, auf die S-400 zu verzichten. Warum sollen wir denn darauf verzichten? Sie (die USA – Anm. d. Red.) haben keinerlei Schritte zum Verkauf von Fla-Raketen-Komplexen an die Türkei unternommen“, sagte Erdogan laut dem TV-Sender NTV bei einer Rede in der Stadt Burdur in der Mittelmeerregion.

    Laut Erdogan ist Ankara berechtigt, von verschiedenen Systemen Gebrauch zu machen.

    „Die Nato hat klargemacht, dass dies keine Probleme schaffen wird. Obwohl Griechenland seit vielen Jahren S-300 besitzt, haben Sie nichts dagegen“, so Erdogan.

    Es geht um den Kauf von vier S-400-Divisionen im Gesamtwert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Das Kreditabkommen über die Lieferungen von Fla-Raketenkomplexen dieses Typs an die Türkei war im Dezember 2017 in Ankara unterzeichnet worden. Der Kauf soll zum Teil von der Türkei selbst bezahlt werden.

    Wie der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mitgeteilt hatte, soll im Oktober 2019 mit der Lieferung begonnen werden. Vertreter der USA kritisierten Ankara für diesen Deal.

    Der Pressesprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, schließt nicht aus, dass die Türkei auch US-amerikanische Fla-Raketenkomplexe Patriot erwerben könnte, „wenn wir ein gutes Angebot nicht nur über Lieferungen, sondern auch im Bereich der gemeinsamen Produktion erhalten“.

     

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    Tags:
    TV-Sender NTV, Hulusi Akar, Ibrahim Kalin, Recep Tayyip Erdogan, Griechenland, USA, Türkei, Russland