10:54 15 August 2020
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    Russland wird am Mittwoch 300 Tonnen humanitäre Hilfsgüter nach Venezuela liefern. Dies sagte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro während seines Treffens mit Wissenschaftlern.

    „Täglich haben wir humanitäre Unterstützung. Am Mittwoch kommen 300 Tonnen humanitäre Hilfe aus Russland an. Legal, im Flughafen Caracas“, sagte der Präsident. Er betonte, es gehe dabei unter anderem um Arzneimittel.

    Die USA hatten auf Bitte des selbsterklärten Interimspräsidenten von Venezuela, Juan Guaidó, Lebensmittel und Medikamente nach Venezuela geschickt. Laut Guaidó soll die humanitäre Hilfe am 23. Februar geliefert werden.

    Am Montag hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärt, dass es bei den US-Plänen zur Lieferung der humanitären Hilfe um eine Provokation gehe. Statt solcher „Hilfe“ für Venezolaner sollte Washington die Sanktionen aufheben und Konten der staatlichen Unternehmen freigeben.

    Venezuela ist seit Monaten mit einer Hyperinflation und Versorgungskrise konfrontiert. Der Bevölkerung des ölreichsten Landes der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor diesem Hintergrund kam es zu Protesten gegen Staatschef Maduro, der im Mai 2018 für eine zweite Amtszeit gewählt und am 10. Januar vereidigt wurde.

    Ende Januar eskalierten die Proteste. Berichten zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen mindestens 16 Menschen getötet. Am 23. Januar erklärte der Oppositionschef Juan Guaidó Präsident Maduro für abgesetzt und sich selbst zum Übergangs-Staatschef. In den Folgewochen kam es zu Massendemos zur Unterstützung des gewählten Präsidenten Maduro. Russland, China und eine Reihe anderer Länder bekundeten Maduro ihre Unterstützung.

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    Tags:
    Arzneimittel, humanitäre Hilfe, Nicolás Maduro, USA, Russland, Venezuela