11:48 24 März 2019
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    Präsentation der Rakete vom Typ 9M729 im Messezentrum Patriot (Archivbild)

    Moskau bezeichnet INF-Vorwürfe des Westens als fabriziert

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Vorwürfe des Westens, wonach die russische Rakete 9M729 gegen den INF-Vertrag verstößt, basieren auf fabrizierten „nachrichtendienstlichen Daten“ der CIA und der US-Aufklärung. Das sagte der amtliche Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Dienstag in Moskau.

    Zugleich erinnerte er daran, dass Russland „unwiderlegbare Beweise“ vorgelegt hatte, dass die USA den Vertrag das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF) direkt verletzen. Es gehe unter anderem um die Stationierung von Startanlagen Mk-41 in Europa, die auch Tomahawk-Marschflugkörper abfeuern könnten. Zudem stellten die USA in Tuscon seit zwei Jahren Mittelstreckenraketen her. In diesem Zusammenhang habe Russland Fragen an US-Geheimdienste, sagte der General.

    „Den USA bleibt jetzt nichts anderes übrig, als Russland für die Verletzung des Vertrages verantwortlich zu machen, koste es was es wolle“, betonte Konaschenkow.

    Zuvor hatte die Zeitung „Daily Beast“ unter Berufung auf „unterrichtete Quellen“ berichtet, dass Russland ausländischen Journalisten bei einem Briefing am 23. Januar nicht 9M729, sondern eine ganz andere Rakete vorgeführt hatte.

    >>>Mehr zum Thema: 9M729-Raketen-Präsentation: Maas zu Briefing von Russlands Verteidigungsministerium<<<

    Zum Briefing wurden Militärattachés, Diplomaten und Journalisten aus verschiedenen Ländern eingeladen, darunter auch von der EU und der NATO, um sie über die neuartige russische Rakete zu informieren. Militärattachés der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands sowie Vertreter der EU und der NATO-Mission blieben der Präsentation fern.

     

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    Tags:
    Vorwürfe, INF-Vertrag, Rakete 9M729, Verteidigungsministerium Russlands, Igor Konaschenkow, USA, Russland