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22:49 17 August 2019
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    F-35 des US-Konzerns Lockheed Martin (Archiv)

    Pentagon entwickelt Trojanisches-Pferd-Strategie gegen Russland

    © AP Photo / LM Otero, File
    Politik
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    Das Pentagon soll mit der Entwicklung eines neuen Kriegsführungskonzepts, das ein „heimliches Eindringen“ erlaubt, beschäftigt sein. Dies geht aus einer Rede des US-Luftwaffengenerals und Stabschefs David Goldfein hervor.

    In seiner Ansprache in der Brookings Institution am Dienstag machte der General klar, dass kein deeskalierendes Vorgehen seitens der USA in Sicht sei. Er kündigte die Entwicklung eines neuen Kriegsführungskonzepts an, das angeblich nur als Reaktion auf „russische und chinesische Bedrohungen“ aufgenommen werde.

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    Ziel dieser Operation soll sein, „heimlich“ in das Territorium des Feindes auf dem Land, in der Luft und in der See einzudringen.

    Das Konzept, das laut Absichten Goldfeins zu einer „Doktrin“ werden solle, sieht die Kooperation von  der Armee und Luftwaffe unter Einbeziehung der Marine und des Marine Corps zur Schaffung einer ‚penetrating capability‘ (dt. durchdringende Fähigkeit) vor.

    Für das Projekt, dessen Rückgrat der Stealth-Kampfjet F-35 sei, werden laut Goldfein etwa 135 Milliarden Dollar gefordert.

    Mit einem potenziellen Eindringen einer F-35 in den Luftraum eines anderen Landes wolle Goldfein eine Botschaft an „China oder Russland oder einen anderen Gegner auf der Welt“ senden – nämlich „We’re here‘. Dies würde bedeuten, dass die USA bereits seit längerer Zeit heimlich ins Land eingedrungen seien und die Abwehr überwunden hätten.

    Er unterstrich, dass niemals nur eine F-35 da sein werde – ihre Präsenz würde auch die Anwesenheit von Bodentruppen und U-Booten bedeuten, was Goldfein als ein „durchdringendes gemeinsames Team“ bezeichnete.

    „Es ist die Nutzung unseres asymmetrischen Vorteils als ein Team, um alle unsere Fähigkeiten zur Überwältigung des Gegners einzusetzen und so viele gleichzeitige Dilemmata für ihn zu schaffen, dass er… entweder abgeschreckt ist, oder wenn die Abschreckung nicht erfolgreich ist, können wir ihn dank überlegener Fähigkeiten besiegen“, erklärte Goldfein.

    Das Konzept sei nicht neu und erinnere an das Trojanische Pferd, wie das Portal Telepolis anmerkt. Nichtdestotrotz bezeichnet Goldfein das Projekt als „eine sowohl kulturell als auch technisch fundamentale Veränderung“.

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    Tags:
    Trojanisches Pferd, Eindringen, Kriegsführung, Doktrin, Strategie, Stealth, F-35, Brookings, Telepolis, David Goldfein, USA, Russland, China