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    Präsident Alexander Lukaschenko während einer Truppenübung in Weißrussland

    US-Raketen in Europa? Lukaschenko warnt vor Gegenmaßnahmen aus Minsk und Moskau

    © Sputnik / Evgeny Biyatov
    Politik
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    Moskau und Minsk müssen über Gegenmaßnahmen nachdenken, wenn die USA Mittelstreckenraketen in Europa stationieren. Dies sagte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko.

    „Ich habe aber Angst, dass die Amerikaner den Moment nutzen: Sie haben diesen Vertrag (INF-Vertrag – Anm. d. Red.) gekippt und werden Raketen in Europa stationieren“, so Lukaschenko. Das dicke Ende komme noch, sagte er weiter. In diesem Zusammenhang „sollen wir mit Russland über Gegenmaßnahmen nachdenken“. Davor könne man nicht davonlaufen, „falls dies passiert“.

    „Es wird schlimmer sein, wenn diese Raketen (hypothetisch, Gott behüte) auf dem Territorium der Ukraine stationiert sein werden“, wird der weißrussische Präsident von der Agentur Belta zitiert.

    Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am Mittwoch in seiner jährlichen Ansprache zur Lage der Nation die USA ausdrücklich davor gewarnt, Raketen in Europa zu stationieren. Einige Raketenklassen bräuchten laut Putin zehn bis zwölf Flugminuten bis nach Moskau. Als Reaktion werde Moskau mit eigenen Raketen entsprechende „Entscheidungszentren“ in Europa ins Visier nehmen. Russland selbst werde nie als erster Mittelstreckenraketen in Europa aufstellen, versicherte der russische Staatschef zugleich.

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Raketen, Alexander Lukaschenko, Ukraine, Weißrussland, Russland, Europa, USA