01:49 10 Dezember 2019
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    Der sudanesische Präsident Omar al-Bashir

    Sudan: Präsident verhängt Notstand und löst Regierung auf

    © REUTERS / Mohamed Nureldin Abdallah
    Politik
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    Der sudanesische Staatschef Omar al-Bashir hat in einer Fernsehansprache einen landesweiten Notstand ausgerufen und die nationale Regierung sowie die lokalen Regierungen in den Provinzen aufgelöst.

    Die entsprechende Ansprache des Präsidenten wurde am Freitag ausgestrahlt.

    Der Notstand solle ein Jahr dauern, so al-Baschir. Fünf Minister der scheidenden Regierung, darunter der Außen-, der Verteidigungs- und der Justizminister, sollen ihre Posten behalten.

    In zwei Dekreten ernannte der Staatschef 16 Offiziere der Armee und zwei Offiziere der Sicherheitskräfte zu den neuen Gouverneuren der insgesamt 18 Provinzen des Landes.

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    Die Entscheidung kam vor dem Hintergrund der Proteste, die seit dem 19. Dezember andauern. Die Proteste waren wegen der Erhöhung des Brotpreises entflammt und richteten sich später gegen al-Bashir selbst. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Demonstrationen bislang 31 Menschen getötet.

    Am Freitagabend kam es erneut zu Protesten in der Stadt Omdurma, der an die Hauptstadt Khartum angrenzt. Die Initiatoren der Proteste kündigten weitere Demonstrationen bis zum Rücktritt des 75-jährigen Präsidenten an.

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    Tags:
    Auflösung, Regierung, Notstand, Omar al-Baschir, Sudan