06:37 07 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2119
    Abonnieren

    Der sudanesische Staatschef Omar al-Bashir hat in einer Fernsehansprache einen landesweiten Notstand ausgerufen und die nationale Regierung sowie die lokalen Regierungen in den Provinzen aufgelöst.

    Die entsprechende Ansprache des Präsidenten wurde am Freitag ausgestrahlt.

    Der Notstand solle ein Jahr dauern, so al-Baschir. Fünf Minister der scheidenden Regierung, darunter der Außen-, der Verteidigungs- und der Justizminister, sollen ihre Posten behalten.

    In zwei Dekreten ernannte der Staatschef 16 Offiziere der Armee und zwei Offiziere der Sicherheitskräfte zu den neuen Gouverneuren der insgesamt 18 Provinzen des Landes.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Mehr Konflikte und Migration durch Klimawandel — Studie warnt<<<

    Die Entscheidung kam vor dem Hintergrund der Proteste, die seit dem 19. Dezember andauern. Die Proteste waren wegen der Erhöhung des Brotpreises entflammt und richteten sich später gegen al-Bashir selbst. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Demonstrationen bislang 31 Menschen getötet.

    Am Freitagabend kam es erneut zu Protesten in der Stadt Omdurma, der an die Hauptstadt Khartum angrenzt. Die Initiatoren der Proteste kündigten weitere Demonstrationen bis zum Rücktritt des 75-jährigen Präsidenten an.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Von Wahleinmischung bis Militäreinsatz: Libyen über US-Präsenz besorgt<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Covidioten“ und „Söder-Festspiele“: ARD-Talk riskiert keine alternative Meinung
    Kann sich Deutschland gegen neue US-Sanktionen wegen Nord Stream 2 wehren? – Russische Sicht
    „Kriminelle Ausländer abschieben! Auch in Kriegsgebiete!“ Michael Kuhr knallhart
    Deutsche Umwelthilfe will Nord Stream 2 vor Gericht stoppen
    Tags:
    Auflösung, Regierung, Notstand, Omar al-Baschir, Sudan