03:35 12 August 2020
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    Nach Zusammenstößen zwischen Anhängern der Opposition und dem venezolanischen Militär am Samstag an der Grenze zu Kolumbien hat der Oppositionsführer und selbsterklärte Interimspräsident Venezuelas Juan Guaido keine Variante für die Beilegung der Situation im Land ausgeschlossen.

    „Die jetzigen Umstände zwingen mich zu einer Entscheidung: Ich möchte die Weltgemeinschaft offiziell darüber informieren, dass ich alle Optionen in Betracht ziehe, um die Freiheit des Heimatlandes zu gewährleisten, das kämpft und weiter kämpfen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, schrieb er auf Twitter. 

    Am Samstag hatten sich Anhänger des selbsterklärten Interimspräsidenten, Juan Guaido, an der zwischen Venezuela und Kolumbien verlaufenden Grenze versammelt, um US-Hilfslieferungen ins Land zu holen. Venezuelas Regierung lehnte diese kategorisch ab. Daher schloss Präsident Maduro kürzlich die Landgrenze zu Brasilien vollständig und erwägt auch, die Grenze zu Kolumbien dichtzumachen.

    An der Grenze zu Kolumbien sollen mehrere Lkws mit humanitären Hilfsgütern in Flammen aufgegangen sein. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation „Strafforum“ kamen an der brasilianischen Grenze vier Menschen ums Leben.

    Am 23. Januar dieses Jahres hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela (Asamblea Nacional), Juan Guaidó, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

     

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    Tags:
    Zusammenstöße, Juan Guaido, Nicolas Maduro, USA, Russland, Türkei, China, Brasilien, Kolumbien, Venezuela