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20:31 12 November 2019
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    OPCW-Hauptsitz in Den Haag (Archiv)

    OPCW-Vertreter: USA und Verbündete experimentieren mit verbotenen Substanzen

    © AP Photo / Peter Dejong
    Politik
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    Die USA und ihre Verbündeten widersetzen sich dem Vorschlag Russlands zur Erweiterung der Liste verbotener Substanzen, weil sie mit diesen Substanzen experimentieren. Das sagte der ständige Vertreter Russlands in der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Alexander Schulgin, auf einer Pressekonferenz in Den Haag.

    „Es liegt auf der Hand, dass sich die Amerikaner und ihre engsten Verbündeten, etwa die Briten, mit aller Kraft unserem Vorschlag, eine große Gruppe von Chemikalien in die Listen aufzunehmen, widersetzen. Warum sie das tun, ist verständlich. Es ist uns wohl bekannt, dass die USA und Großbritannien in speziellen Nato-Zentren intensive Arbeiten und Forschungen mit verbotenen Chemikalien betreiben“, so Schulgin.

    „Die USA haben gegen unseren Vorschlag (zur Erweiterung der Liste verbotener Substanzen – Anm. d. Red.) und damit faktisch gegen ihr eigenes Projekt gestimmt, denn es gibt eine gewisse Gemeinsamkeit zwischen unserem Vorschlag und dem (von Kanada, den Niederlanden und den USA unterbreiteten – Anm. d. Red.) Vorschlag zu einigen Chemikalien-Gruppen“, sagte Schulgin.

    Der Leiter des Zentrums für analytische Studien zu den Konventionen über das Verbot chemischer und biologischer Waffen beim russischen Ministerium für Industrie und Handel, Viktor Cholstow, teilte mit, es gebe etliche Patente westlicher Länder, die von der Entwicklung verbotener chemischer Waffen zeugten.

    „Es gibt Patente, die davon zeugen, dass durch die Konvention verbotene chemische Waffen bereits entwickelt und eingesetzt werden“, so Cholstow.

    Am Montag hatte der Exekutivrat der Organisation für das Verbot chemischer Waffen den Vorschlag Russlands zur Ergänzung der Liste der Giftstoffe besprochen.

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    Tags:
    chemische Waffen, Substanzen, OPCW, Alexander Schulgin, Großbritannien, USA