00:30 03 Juli 2020
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    Die Vereinigten Staaten haben laut ihrem Venezuela-Sonderbeauftragten Elliott Abrams nicht vor, eine Militäraktion gegen das krisengebeutelte südamerikanische Land durchzuführen.

    Die USA wollten Diplomatie, wirtschaftlichen und politischen Druck einsetzen, sagte Abrams am Dienstag in New York. Auf die Journalisten-Frage, ob eine militärische Intervention möglich wäre, antwortete der US-Sonderbeauftragte mit „Nein“.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine Militäroption als möglich bezeichnet.

    Venezuela ist seit vielen Monaten mit einer Hyperinflation und Versorgungskrise konfrontiert. Der Bevölkerung des ölreichsten Landes der Welt mangelt es an Lebensmitteln und Medikamenten. Vor diesem Hintergrund kommt es zu Protesten gegen Staatschef Maduro. Als die Proteste Ende Januar eskalierten, erklärte Oppositionschef Juan Guaidó Präsident Maduro für abgesetzt und sich selbst zum Übergangs-Staatschef.

    In den Folgewochen kam es zu Massendemos zur Unterstützung des gewählten Präsidenten Maduro. Die USA und ihre Verbündeten stellten sich klar hinter Guaidó. Russland, China und eine Reihe anderer Länder bekundeten Maduro ihre Unterstützung.

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    Tags:
    Donald Trump, Nicolas Maduro, Venezuela, USA