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17:18 19 Oktober 2019
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    US-Präsident Donald Trump bei Pressekonferenz im Rahmen des Nato-Gipfels in Brüssel (Archivbild)

    Trump soll Cyberangriff gegen Russland „persönlich befürwortet“ haben – Medien

    © Sputnik / Alexej Witwizkij
    Politik
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    Der US-Präsident Donald Trump soll den Cyberangriff der US-Militärs gegen das russische Unternehmen „Internet Research Agency“ während der Zwischenwahlen in den USA im Jahr 2018 „persönlich befürwortet“ haben. Das berichtet der TV-Sender NBC unter Verweis auf informierte Quellen.

    Nach Einschätzung des TV-Senders ist dieser Cyberangriff „der aggressivste unter den derzeit bekannten Schritten der Trump-Regierung zur Bekämpfung der russischen Wahleinmischung“  geworden.

    Das Cyber Command der US-Streitkräfte habe einen Angriff aufgrund der geheimdienstlichen Erkenntnisse des Auslandsgeheimdienstes der USA (National Security Agency NSA) durchgeführt, wie die Quellen des TV-Senders mittteilten. Infolgedessen soll die russische „Internet Research Agency“ angeblich einige Stunden vor den US-Zwischenwahlen vom Internet abgeschnitten worden sein. Das Unternehmen habe auch in den nächsten Tagen keinen Zugang zum Internet gehabt.

    Das Weiße Haus lehnte es ab, die vom TV-Sender NBC bereitgestellten Informationen offiziell zu kommentieren. Ein Vertreter des Cyber Commands der US-Streitkräfte erklärte, seine Behörde werde „ihre Tätigkeit im Rahmen der staatlichen Bemühungen zum Schutz der (US-amerikanischen – Anm. d. Red.) Wahlen sowie der demokratischen Institutionen vor dem schädlichen Einfluss von außen“ fortsetzen.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Washington Post“ berichtet, das Cyber-Kommando der US-Streitkräfte habe während der Zwischenwahlen 2018 den Zugang zum Netz für die in Sankt-Petersburg ansässige russische „Internet Research Agency“ blockiert. Den Zeitungsquellen zufolge war dies ein Teil der ersten offe nsiven Cyber-Kampagne gegen Russland, deren Zweck es war, die angeblichen „Versuche“ zu verhindern, „sich in die US-amerikanischen Wahlen einzumischen“.

    Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA im Jahr 2016 wurde Russland vorgeworfen, sich in diese Wahlen eingemischt zu haben. Moskau hatte diese Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen, und der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte sie als „absolut haltlos“ bezeichnet. Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, hatte hinsichtlich der angeblichen russischen Einmischung in die Wahlen in verschiedenen Ländern angemerkt, dass es keine Beweise dafür gebe.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Senat zu „Russland-Trump-Komplott“: „Keine russische Einmischung in US-Wahlen“

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    Tags:
    Cyberangriff, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Donald Trump, USA, Russland