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08:40 18 Juli 2019
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    Coca-Cola (Symbolbild)

    Coca-Cola sponsert EU: „Foodwatch“ warnt und ruft zum Protest auf

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    Politik
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    Paul Linke
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    Coca-Cola sponsert die rumänische EU-Ratspräsidentschaft. Das kritisiert die Organisation „Foodwatch“ und ruft zum Protest auf.

    „Coca-Cola finanziert als offizieller Partner die europäische Ratspräsidentschaft Rumäniens. Und das in Zeiten, in denen über die Einführung einer Limo-Steuer diskutiert wird“, bemängelt die Verbraucherorganisation „Foodwatch“. Am Dienstag veröffentlichten die selbsternannten „Essensretter“ einen Brief. Dort fordern sie den EU-Ratspräsident Donald Tusk und die rumänische Regierungschefin Viorica Dancila auf, die Partnerschaft mit dem US-Konzern unverzüglich zu beenden.

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    „Wir finden es schlichtweg inakzeptabel, wenn eine der wichtigsten politischen Institutionen der EU durch den größten Getränkekonzern der Welt gesponsert wird. Diese unverfrorene Lobbyarbeit, das Sponsoring und der Einfluss der Lebensmittelindustrie auf die Politik müssen beendet werden“, fordert die Verbraucherorganisation und initiierte eine E-Mail-Aktion. So können sich Bürger bei Dancila und Tusk beschweren.

    In der E-Mail heißt es unter anderem: „In den nächsten Monaten werden EU-Politikerinnen und —Politiker das allgemeine Lebensmittelrecht überarbeiten und sich mit der wichtigen Frage der Nährwertkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen beschäftigen. Weitere Themen, die während der rumänischen Ratspräsidentschaft auf EU-Ebene auftreten können, sind die Sonderabgabe für die Hersteller stark zuckerhaltiger Getränke und die Vermarktung ungesunder Lebensmittel für Kinder. In einem im Jahr 2016 enthüllten Strategiepapier von Coca-Cola wird deutlich, dass das Unternehmen eine etwaige Besteuerung von Zucker ‚bekämpfen‘ möchte.“ Das Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft durch Coca-Cola stehe im Einklang mit einem „Lobbying-Ansatz“, der dazu diene, die Umsetzung solcher Maßnahmen zu verhindern, bemerkt „Foodwatch“ in dem Schreiben.

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    Auf das Sponsoring wurde die Organisation durch Fotos auf dem Kurznachrichtendienst Twitter aufmerksam. Auf den Bildern waren Plakate, Aufsteller  und Produkte des Getränkeriesen bei einer Konferenz in Bukarest zu sehen.

    ​Wie viele ihrer Vorgänger erfährt die rumänische Ratspräsidentschaft Unterstützung von einer ganzen Reihe von Konzernen und Unternehmen. Zu den sogenannten „Platin-Partnern“ gehören neben Coca-Cola auch die Autohersteller Mercedes-Benz und Renault.

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    Tags:
    Unternehmen, Lobbyismus, Sponsor, Renault, Mercedes-Benz, Coca Cola, Foodwatch, Viorica Dancila, Donald Tusk, EU, USA, Rumänien