23:37 19 November 2019
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    US-Kampfjet des Typs F-16 (im Vordergrund) und eine indische Su-30 bei Airshow in Bangalore (Archivbild)

    Su-30 und F-16 treffen im Luftkampf zwischen Indien und Pakistan aufeinander – Medien

    © AFP 2019 / Dibyangshu Sarkar
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    Insgesamt 32 Flugzeuge sollen sich an dem Kampf zwischen den indischen und pakistanischen Luftstreitkräften am 27. Februar beteiligt haben. Dies berichtet der indische TV-Sender NDTV unter Verweis auf eigene Quellen.

    Demzufolge hat Indien acht Jagdflugzeuge eingesetzt, darunter vier des Typs Su-30MKI, zwei modernisierte Jäger vom Typ Dassault Mirage 2000 und zwei Kampfjets MiG-21. Die indische Seite habe offiziell bestätigt, dass ein MiG-21 abgeschossen wurde.

    Pakistan habe seinerseits 24 Flugzeuge im Einsatz gehabt, darunter acht Kampfjets des Typs F-16, vier Dassault Mirage III und vier von China und Pakistan entwickelten Kampfbomber vom Typ JF-17 Thunder. Acht weitere pakistanische Flugzeuge sollen in Begleitung geblieben sein und keine aktiven Schritte unternommen haben, so NDTV.

    Indische Piloten sollen pakistanische Flugzeuge verfolgt haben, nachdem sie das Territorium in der Nähe der militärischen Anlagen entlang der Kontrolllinie in der umstrittenen Region Kaschmir bombardiert hatten. Flugkommandant Abhinandan Varthaman habe eine F-16 mit einer R-73-Rakete angegriffen, seine MiG-21 wurde jedoch gleichzeitig von einer AIM-120 AMRAAM-Rakete, mit der auch F-16 ausgerüstet werden, getroffen. Varthaman katapultierte sich und wurde von den Pakistanern festgenommen – sie versprachen allerdings, ihn freizulassen.

    New Delhi behauptet, ohne weitere Details anzugeben, dass die indischen Luftstreitkräfte einen der pakistanischen Kampfjäger abgeschossen hätten. Die indische Presse schrieb außerdem, dass die F-16 von einem pakistanischen Flugzeug abgeschossen wurde. Pakistan dagegen widerspricht diesen Informationen und behauptet, diese Technik sei am 27. Februar nicht eingesetzt worden.

    Bereits am Dienstag hatte es eine spürbare Eskalation der Lage in der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Kaschmir-Region gegeben. Die indische Luftwaffe hatte nach eigenen Angaben ein Terroristen-Lager auf pakistanischem Territorium bombardiert. Pakistan hatte daraufhin mit Vergeltung gedroht.

    Den Luftschlägen der indischen Luftwaffe war ein schwerer Anschlag im indischen Teil Kaschmirs vorausgegangen.

    Im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir sind Separatisten aktiv, die sich für die Unabhängigkeit einsetzen oder einen Anschluss Kaschmirs an Pakistan anstreben. Dabei gibt es im Kaschmir keine offizielle Grenze zwischen Indien und Pakistan: Die Armeen beider Staaten trennt nur eine Kontrolllinie. Neu-Delhi wirft den pakistanischen Behörden vor, bewaffnete Separatisten zu unterstützen. Islamabad weist indes diese Vorwürfe zurück und erklärt, die Bewohner Kaschmirs würden selbständig um ihre Rechte kämpfen.

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    Tags:
    Su-30, F-15, Flugzeuge, Pakistan, Indien