09:06 11 Dezember 2019
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    Die indisch-pakistanishce Grenze

    Pakistan zu Vermittlung Russlands bei Gesprächen mit Indien bereit

    © AFP 2019 / NARINDER NANU
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    Islamabad ist laut dem pakistanischen Außenminister Shah Mahmood Qureshi zu Verhandlungen mit Neu-Delhi unter Vermittlung von Moskau bereit. Dies berichtet die Zeitung „Dawn“ am Freitag.

    Am Donnerstag hatte der russische Außenminister Sergrj Lawrow verkündet, Moskau könne Islamabad und Neu-Delhi eine Verhandlungsplattform anbieten, falls die beiden Seiten darauf eingehen würden.

    „(Der russische Außenminister) Lawrow hat angeboten, zu vermitteln. Ich weiß nicht, wie es mit Indien der Fall ist, aber ich möchte Russland sagen, dass Pakistan bereit ist, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und die Spannungen zu verringern", sagte Qureshi.

    Nach Informationen der Nachrichtenagentur RIA Novosti ließ Neu-Delhi jedoch vorläufig verkünden, es habe genug Möglichkeiten für den Dialog mit Islamabad und bedürfe daher keiner Hilfe von Drittländern:

    „Unserer Ansicht nach haben Indien und Pakistan genug effektive Kanäle für ein Zusammenwirken und brauchen keine Vermittlung einer dritten Seite", zitiert die Nachrichtenagentur eine Quelle im indischen Außenministerium.

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    Die Deeskalation im Bundesstaat Jammu und Kashmir erfordere „umgehende und glaubwürdige Aktivitäten gegen Terrorgruppen und deren Infrastruktur auf dem einheimischen Territorium", hieß es. „Nun ist der Ball auf Pakistans Seite", so die Quelle.

    Laut der Quelle weist Neu-Delhi die Vorwürfe zurück, die jüngste Verschärfung des indisch-pakistanischen Konflikts auf dem umstrittenen Territorium des Bundesstaates provoziert zu haben.

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    Der Konflikt zwischen den Atommächten Indien und Pakistan hat sich in dieser Woche zugespitzt. Nachdem die indische Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag einen Angriff auf pakistanischem Gebiet geflogen hatte, schoss Pakistan nach eigenen Angaben zwei indische Kampfflugzeuge ab. Nach indischen Angaben schossen die indischen Luftstreitkräfte einen pakistanischen Kampfjet ab.

    Die Krise in den Beziehungen zwischen Indien und Pakistan hatte sich nach dem 14. Februar verschärft, als sich ein Selbstmordattentäter neben einem paramilitärischen Konvoi im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir in die Luft sprengte. Dabei wurden 45 Menschen getötet. Die islamistische Gruppierung „Jaish-e Mohammed" hatte die Verantwortung für den Selbstmordanschlag übernommen.

    Daraufhin hatte Indien Pakistan der Unterstützung terroristischer Gruppen beschuldigt. Islamabad wiederum hatte diese Vorwürfe als „unbegründet" zurückgewiesen und Neu-Delhi vorgeschlagen, eine gemeinsame Untersuchung des Vorfalls durchzuführen.

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    Der Zwischenfall erschwerte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Neu-Delhi und Islamabad und brachte die Region erneut an den Rand eines militärischen Konflikts.

    Im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir sind Separatisten aktiv, die sich für die Unabhängigkeit einsetzen oder einen Anschluss Kaschmirs an Pakistan anstreben. Dabei gibt es in Kaschmir keine offizielle Grenze zwischen Indien und Pakistan: Die Armeen beider Staaten trennt nur eine Kontrolllinie. Neu-Delhi wirft den pakistanischen Behörden vor, bewaffnete Separatisten zu unterstützen. Islamabad weist indes diese Vorwürfe zurück und erklärt, die Bewohner Kaschmirs würden selbständig um ihre Rechte kämpfen.

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    Vermittlung, Verhandlungen, Konflikt, Shah Mahmood Qureshi, Pakistan, Indien, Russland