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18:07 21 August 2019
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    US-Präsident Donald Trump

    Fall Otto Warmbier: Trump fühlt sich missverstanden

    © AP Photo / Evan Vucci
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump hat nach Kritik an seinen Äußerungen zum Tod eines monatelang in Nordkorea inhaftierten Amerikaners von einem Missverständnis gesprochen. Dies hat Trump via Twitter mitgeteilt.

    Natürlich mache er Nordkorea für die Misshandlung und den Tod des Studenten verantwortlich, erklärte Trump am Freitag auf Twitter.

    „Ich werde nie gerne falsch interpretiert, aber vor allem nicht, wenn es um Otto Warmbier und seine großartige Familie geht”, so Trump.

    ​Schließlich habe er Warmbier aus Nordkorea herausgeholt. Zu einer Verantwortung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un äußerte er sich nicht.

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    Nach dem Gipfel mit Kim in Hanoi hatte Trump am Donnerstag gesagt, er akzeptiere dessen Erklärung, dass er nicht gewusst habe, wie Warmbier in der Haft behandelt worden sei und er nehme ihn beim Wort. Dies sorgte bei den Eltern Warmbiers aber auch parteiübergreifend für Empörung in den USA.

    „Kim und sein böses Regime sind für den Tod unseres Sohnes Otto verantwortlich”, meldete die Agentur Reuters unter Verweis auf die Eltern des Studenten in einer Erklärung.

    Im Sommer 2017 wurde der US-Student Otto Warmbier nach 17 Monaten aus der nordkoreanischen Haft entlassen. Er war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Ihm wurden Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat zur Last gelegt. Konkret soll er in einem Hotel ein Plakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen. Kurz nach seiner Rückführung in die USA starb Warmbier in seiner Heimatstadt Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio).

    Ein US-Gericht kam im vergangenen Dezember zu dem Schluss, dass der 22-Jährige in Nordkorea gefoltert wurde. Pjöngjang hat jegliche Misshandlung Warmbiers bestritten und erklärt, der Student habe sich eine schwere Nahrungsmittelvergiftung zugezogen.

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    Trump und Kim hatten am Mittwoch und Donnerstag in Hanoi ihr zweites Gipfeltreffen abgehalten, bei dem keinerlei Dokumente unterzeichnet wurden. Wie Trump auf der anschließenden Pressekonferenz sagte, hätten die Differenzen mit Nordkorea nicht die Aufhebung der Sanktionen betroffen, sondern Pjöngjang sei in „einer anderen Sphäre" keine Zugeständnisse eingegangen.

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    Tags:
    Kim Jong Un, Otto Warmbier, Donald Trump, Nordkorea, USA