17:47 20 Juni 2019
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    Ein gefangener IS-Terrorist (i.d.Mitte) in Syrien (Archivbild)

    Moskau: IS in Syrien komplett zerschlagen, aber…

    © AFP 2019 / Delil Souleiman
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Sonntag gegenüber der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna die Sicherheitslage in Syrien kommentiert. Der Text des Interviews wurde unter anderem auf der offiziellen Webseite des Außenministeriums veröffentlicht.

    Lawrow betonte, dass die Lage in Syrien sich „auf dem Boden“ nach einer Reihe erfolgreicher Operationen von Regierungstruppen unter Unterstützung der russischen Luftstreitkräfte sichtbar stabilisiert habe. Allerdings, obwohl die Organisation IS* („Islamischer Staat“, auch Daesh) zerstört worden sei, stehe die komplette Vernichtung des Terrorismus in Syrien noch bevor.

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    „Der IS als Organisation, die Ansprüche auf ein ‚Quasi-Staatswesen‘ erhob, ist vernichtet worden. Es ist allerdings vorzeitig, von einer kompletten Beseitigung der Terrorbedrohung in der Arabischen Republik Syrien zu sprechen“.

    Vieles müsse noch für die Neutralisierung „schlafender“ Zellen radikaler Terrorgruppen getan werden. In Syrien seien immer noch einzelne Terroristen-Herde verblieben, so Lawrow.

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    „Die Rede ist vor allem von der Idlib-Deeskalationszone, von deren Territorium der größte Teil unter der Kontrolle der Kämpfer aus ‚Hai‘at Tahrir asch-Scham‘* steht, die provokative Einsätze gegen Zivilisten sowie gegen russische und syrische Militärs ausüben“.

    Laut dem Minister muss die Türkei eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Lage spielen. Es gebe ein entsprechendes Abkommen zur Schaffung einer demilitarisierten Zone und zum Abzug der schweren Waffen und der Terroristen. Die Bedingungen des Vertrages seien jedoch nicht völlig verwirklicht worden.

    „Wichtig ist, dass es nicht zu einer weiteren Stärkung der terroristischen Präsenz kommt, unter dem Vorwand der Einhaltung der mit der Türkei abgestimmten Waffenruhe“.

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    © Sputnik / Waleri Titiewskij
    Zuvor hatte der russische Vize-Außenminister Sergej Werschinin mitgeteilt, dass die syrische Provinz Idlib „heute wohl die maximale Konzentration von Terroristen in der Region und wohl auch außerhalb ihrer Grenzen“ habe.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit 2011 an. Ende 2017 wurde der Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien und im Irak verkündet. In einigen Regionen dieser Länder dauern noch Kämpfe gegen die Terroristen an. Die größte Aufmerksamkeit wird gegenwärtig der politischen Regelung, dem Wiederaufbau Syriens und der Rückkehr von Flüchtlingen gewidmet.

    *Eine Terrorvereinigung, in Russland verboten

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    Zivilisten, Zivilbevölkerung, Demilitarisierung, Sicherheit, Deeskalation, Truppen, Armee, Militär, Kampf, Krieg, Terroristen, Terrorismus, Terrorist, Terrorbekämpfung, Terrorbedrohung, Terroraktivitäten, Terror, Terrorgruppierung Jabhat an-Nusra, Dschebhat an-Nusra, Dschabhat an-Nusra, Dschabhat al-Nusra, Al-Nusra-Front, Al Nusra-Front, Hayat Tahrir al-Scham, Hajat Tahrir al-Scham, Haiʾat Tahrir asch-Scham, Terrormiliz Daesh, Islamischer Staat, IS, Bashar al-Assad, Baschar al-Assad, Sergej Lawrow, Russland, Russische Föderation, Idlib, Syrien