07:43 14 August 2020
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    Indische und pakistanische Militärs haben am frühen Montag in der umstrittenen Kaschmir-Region die Stellungen von einander beschossen. Dies teilte der Sprecher des indischen Verteidigungsministeriums, Oberstleutnant Devender Anand, mit.

    Heute um 3.00 Uhr (Ortszeit) habe die pakistanische Armee grundlos den Waffenstillstand verletzt und den Akhnoor-Sektor (im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir – Anm. d. Red.) beschossen.

    „Unsere Stellungen haben effektiv zurückgeschlagen“, sagte er.

    Der Schusswechsel endete um 6.30 Uhr (Ortszeit).

    Es gibt keine Informationen über mögliche Opfer und Verletzte. Laut Angaben der indischen Armee bleiben am Montag alle innerhalb von fünf Kilometern von der Grenzlinie zwischen Indien und Pakistan in Kaschmir gelegenen Bildungsinstitutionen geschlossen.

    Die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan hatten sich nach einem Selbstmordanschlag auf einen Sicherheitskonvoi am 14. Februar zugespitzt, den angeblich die Gruppe Jaish-e-Mohammed für sich reklamierte. Dabei wurden 45 indische paramilitärische Soldaten getötet. Neu-Delhi warf Islamabad vor, Terroristen beherbergt zu haben, und führte einen Luftangriff gegen ein angebliches Terrorlager auf pakistanischem Gebiet aus.

    Einen Tag später gab Pakistan bekannt, es habe zwei indische Jets abgeschossen, die die Kontrolllinie in der Region Kaschmir überquert haben und in den pakistanischen Luftraum eingedrungen sein sollen. Zudem sei ein indischer Pilot gefangen genommen worden. Gleichzeitig verkündete die indische Luftwaffe, eine ihrer MiG-21 Bison habe während des Konflikts ein pakistanisches Flugzeug F-16 abgeschossen. Islamabad streitet diese Informationen ab.

    Am 1. März ließ Pakistan „als Friedensgeste“ einen indischen Piloten frei und übergab ihn an einem Grenzübergang den indischen Behörden.

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    Tags:
    Schusswechsel, Kaschmir, Pakistan, Indien