22:22 20 April 2019
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    Massendemo der Anhänger von Juan Guaido in Caracas (Archivbild)

    Anwendung von Monroe-Doktrin für Venezuela beleidigt ganz Lateinamerika – Lawrow

    © Sputnik / Leo Alvarez
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Erklärung von John Bolton, Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump, kommentiert, der sich im Zusammenhang mit Washingtons Handlungen in Venezuela auf die Monroe-Doktrin berief.

    Seit der Schaffung der Uno 1945 werde das internationale Recht durch die Charta der Vereinten Nationen reguliert, betonte Lawrow in einer Pressekonferenz mit dem Außenminister Katars, Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani.

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    Laut dem russischen Minister ist die „Lehre über ‚Hinterhöfe‘ und ihre praktische Anwendung beleidigend“.

    „Deshalb gehe ich davon aus, dass lateinamerikanische Länder auf John Boltons arrogantes Statement reagieren werden. Denn er sprach zwar über die Anwendung der Monroe-Doktrin für Venezuela, hat allerdings das ganze Lateinamerika beleidigt“.

    Früher hatte John Bolton in einem Interview für den TV-Sender CNN erklärt, Washington wolle eine breite Koalition bilden, um einen Machtwechsel in Venezuela zu erreichen. Die aktuelle US-Administration habe keine Angst davor, den Begriff „Monroe-Doktrin“ zu benutzen.

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    Die Monroe-Doktrin geht auf die Rede zur Lage der Nation aus dem Jahr 1823 zurück, in der US-Präsident James Monroe vor dem Kongress die Grundzüge einer langfristigen Außenpolitik der USA entwarf. Die wesentlichen Punkte der Doktrin waren zum einen die unumkehrbare Lossagung der Vereinigten Staaten von den europäischen Kolonialmächten, zum anderen wurde Lateinamerika quasi zur Einfluss-Sphäre der USA erklärt.

    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela (Asamblea Nacional), Juan Guaidó, während Protesten zum Übergangspräsidenten Venezuelas erklärt. Die USA sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

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    Tags:
    Machtkampf, Diplomat, Machtumsturz, Politiker, Diplomatie, Politik, Opposition, UN, Uno, Juan Guaidó, Juan Guaido, Nicolás Maduro, John Bolton, Nikolas Maduro, Nicolas Maduro, Sergej Lawrow, Russische Föderation, Venezuela, USA, Russland