16:28 28 November 2020
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    Zwei Tage nach dem Scheitern des zweiten Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in der vergangenen Woche in Hanoi baut Pjöngjang angeblich einen Teil seiner Raketentest-Anlage in Sohae wieder auf. Zu diesem Schluss sind US-Experten nach der Analyse der Satellitenaufnahmen von der Gegend gekommen.

    Wie die südkoreanische Agentur Yonhap und Experten des in Washington ansässigen Zentrums für strategische und internationale Studien (CSIS) berichteten, seien Arbeiten an der Anlage, die seit August nach dem ersten Kim-Trump-Gipfel im Juni stillgelegen habe, wieder im Gange.

    Wie die auf die Beobachtung Nordkoreas spezialisierte US-Website 38 North unter Berufung auf kommerzielle Satellitenbilder mitteilte, seien Strukturen auf der Sohae-Startrampe zwischen dem 19. Februar und dem 2. März wieder aufgebaut worden.

    Laut den Satellitenbildern soll Pjöngjang Hebekräne erneut auf das Testgelände gebracht sowie ein neues Wirtschaftsobjekt gebaut haben. Die Arbeiten würden seit 16. Februar ausgeführt.

    Am 12. Juni waren Donald Trump und Kim Jong-un in Singapur zum ersten Gipfeltreffen in der Geschichte der Länder zusammengekommen. Nach dem Treffen unterzeichneten die beiden Seiten ein Dokument. Demzufolge bekannte sich die nordkoreanische Staatsführung seinerseits zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

    Danach hatte der Abbau des Testgeländes Sohae begonnen, auf dem die interkontinentalen ballistischen Raketen, unter anderem die Rakete vom Typ Hwasong-15, getestet wurden. Im Mai hatte Pjöngjang die Schließung des Atomtestgeländes Pungeri angekündigt. Jedoch würden die Angaben der US-amerikanischen Aufklärung davon zeugen, dass das Gelände funktionsfähig sei und die Entscheidung über seine Schließung mühelos revidiert werden könne.

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    Tags:
    Satellitenbilder, Wiederaufbau, Raketenanlage, südkoreanische Agentur Yonhap, Kim Jong-un, Donald Trump, Vietnam, USA, Nordkorea