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20:05 18 Juli 2019
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    Sprecherin der russischen Außenministerium Maria Sacharowa (Archiv)

    „Inszenierte Show“: Sacharowa zu Auslandsreise des venezolanischen Oppositionschefs

    © Sputnik / Jekaterina Tschesnokowa
    Politik
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    Die sogenannte Auslandstournee des venezolanischen Oppositionschefs, Juan Guaidó, ist laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, eine „inszenierte Show“. Diese kann ihr zufolge aber nicht von unendlicher Dauer sein.

    „Als sich die USA nach einem Fiasko, dem gescheiterten ‚humanitären Durchbruch‘, erholt hatten, begannen sie mit der Entwicklung einer neuen inszenierten Aktion. Zunächst berichteten  sie mit einer Sturheit, die einer besseren Verwendung würdig wäre, über die sogenannte erste Auslandstournee des Übergangspräsidenten, die er trotz des Verbots des Obersten Gerichtshofs unternommen hatte“, sagte Sacharowa während eines Briefings.

    Dann hätten die USA damit begonnen, allen zu drohen und Konsequenzen in Aussicht zu stellen, sollte Guaidó nach seiner Rückkehr etwas widerfahren, so Sacharowa weiter. „Doch die Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro ist nicht auf die Provokation eingegangen“, fügte sie hinzu.

    „Der Voyageur hat bei seiner Einreise die Passkontrolle nach den üblichen Regeln passiert, und die Show ging bei den Kameras weiter. Wir werden nicht rätseln, was als nächstes in dieser Geschichte kommen wird, aber dies ist natürlich keine unendliche Show“, meinte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.

    Zudem erklärte sie, die Vereinigten Staaten hätten ihre Pläne für einen Machtwechsel in Venezuela nicht aufgegeben. Gleichzeitig würden sie illegale bewaffnete Gruppierungen an der Grenze vorbereiten.

    „Die Vereinigten Staaten streichen die Option einer militärischen Invasion nicht von der Tagesordnung. Es wurde direkt eine Erklärung zur Bildung einer Koalition zum Regimewechsel in Venezuela abgegeben. Und hier wurden alle Erklärungen über die Notwendigkeit, die Demokratie zurückzubringen, beiseitegelassen. Es wurde direkt auf die Notwendigkeit eines Regimewechsels und auf die Bildung einer breiten internationalen Koalition zur Erfüllung dieser Aufgabe hingewiesen.“

    Zur gleichen Zeit wird laut Sacharowa ein Plan „B“ ausgearbeitet. Es gehe darum, illegale bewaffnete Gruppierungen vorzubereiten und sie nach Venezuela zu bringen, um Sabotageaktionen und subversive Aktionen durchzuführen und dann Widerstandsneste zu schaffen.

    Am 1. März war bekannt geworden, dass Guaidó, der von mehreren Ländern als Venezuelas Staatschef anerkannt wurde, nach Buenos Aires gefahren sei, um sich dort mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri zu treffen. Am 4. März hatte Guaidó erklärt, er sei ins Land zurückgekehrt.  

     Zuvor hatte der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, erklärt, dass die Versuche, die Rückkehr Guaidós nach Venezuela zu verhindern, einen aktiven Widerstand seitens der USA sowie der Weltgemeinschaft hervorrufen würden.     

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    Tags:
    Opposition, Juan Guaidó, Nicolás Maduro, Maria Sacharowa, USA, Venezuela