03:09 08 August 2020
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    Die einstige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning, die einst als Computer-Analyst bei den US-Streitkräften eingesetzt worden ist, sitzt einem Bericht der „Washington Post” zufolge wieder in Haft. Sie hatte sich offenbar geweigert, vor Gericht Fragen zu der Enthüllungsplattform des australischen Journalisten Julian Assange zu beantworten.

    Manning hatte schon vor der Festnahme ein Statement veröffentlicht, aus dem hervorging, dass sie mit einer Inhaftierung rechne. Vor Gericht hatte sie vor Tagen erklärt, sie habe das verfassungsmäßige Recht zu schweigen.

    „Aus Solidarität mit vielen Aktivisten, die in Schwierigkeiten sind, werde ich zu meinen Prinzipien stehen”, wird sie von der dpa zitiert.

    Sie werde jede rechtliche Möglichkeit, die ihr zur Verfügung stehe, ausschöpfen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Fall Manning: Hacker, der WikiLeaks-Informantin auslieferte, ist tot<<<

    Die heute 31 Jahre alte Manning saß bereits sieben Jahre lang in US-Militärhaft. Erst 2017 kam sie frei, nachdem Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte. Ursprünglich war Manning — vor ihrer geschlechtsangleichenden Operation lebte sie als Mann und hieß mit Vornamen Bradley — zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

    Manning hatte erhebliche Datenmengen aus den Computersystemen der US-Regierung an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet. Dadurch wurden unter anderem schwere Straftaten von US-Soldaten publik.

    >>>Julian Assange bekommt neuen australischen Reisepass<<<

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    Tags:
    Haft, WikiLeaks, Robert Manning, Chelsea Manning, Julian Assange, USA