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01:39 22 Juli 2019
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    Iran: Schweizer Botschaft twittert über neue Banknote und kriegt Ärger

    CC BY-SA 2.0 / Dirk Olbertz / Swiss Money
    Politik
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    Die Schweizerische Botschaft in Teheran hat einen neu emittierten 1000-Franken-Schein, der der „wertvollste“ in der Welt werden sollte, via Twitter angekündigt und ist dabei in Erklärungsnot geraten. Der Grund dafür war, dass sich viele Iraner wegen des Vergleichs der neuen Banknote mit dem iranischen Rial verärgert gezeigt haben.

    Viele Internet-Nutzer haben laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA einen solchen Vergleich als beleidigend und unangebracht empfunden, da der Iran unter dem Sanktionsdruck seitens der USA stehe und seine Wirtschaft Schwäche aufweise.

    „In der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation im Iran erwarten wir Mitgefühl und nicht Erinnerungen an unsere Notlage“, äußerte sich ein Iraner kritisch.

    Die neue 1000-Franken-Banknote werde „die wertvollste in der Welt sein, und sie wird den gleichen Wert wie 130 Millionen iranische Rial haben“, hieß es im Twitter-Beitrag der diplomatischen Vertretung.

    „Sie können 33 Kilogramm Pistazien für eine solche Banknote kaufen, U-Bahn-Tickets für 13.000 Fahrten haben, aber auch zwei Kilogramm iranischen Safran kaufen“, hieß es darin weiter.

    Die Schweizerische Botschaft habe sich für ihren skandalösen Twitter-Beitrag rechtfertigen müssen. Die Diplomaten stellten klar, sie hätten niemanden beleidigen, sondern lediglich zeigen wollen, was man für einen Tausender kaufen könne.

    „Würde man einen ähnlichen Vergleich mit der Schweiz ziehen, so kann man bei uns im Land für einen 1000-Franken-Schein 150 Kilogramm Schweizer Schokolade oder 60 Kilogramm Schweizer Käse kaufen. In der Tat handelte es sich um die Lebensmittelpreise“, heißt es in einer Mitteilung der Botschaft.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: „Keine Ausnahmen mehr“: Washington will Teheran vollständig vom Ölmarkt abschneiden

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    Tags:
    Sanktionen, Wirtschaft, Banknote, Iran, Schweiz