07:24 16 Juni 2019
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    „Fake“ über Russlands Botschafter: Britische Zeitung entschuldigt sich nicht

    © AFP 2019 / Leon Neal
    Politik
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    Die britische Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ hat sich geweigert, sich bei dem amtierenden russischen Botschafter in London Alexander Jakowenko für die Veröffentlichung falscher Informationen über ihn zu entschuldigen. Das teilte Russlands Botschaft in London gegenüber Sputnik mit.

    Laut dem Pressesprecher der Botschaft schrieb die Redaktion des Blattes in einem Brief an die diplomatische Vertretung, sie halte eine Entschuldigung für „nicht nötig“. „Mail on Sunday“ habe nur zum ursprünglichen Text des Artikels ein Dementi der Botschaft hinzugefügt und erachte dies als „genug“.

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    Die Botschaft sei von dieser Position des Blattes „enttäuscht“, jedoch offenbar nicht überrascht.

    „Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass wir in der letzten Zeit in britischen Medien, darunter auch in angesehenen, immer mehr Angriffe auf Chefs und Vertreter anderer Staaten beobachten, deren Politik von den politischen Richtlinien der jetzigen britischen Führung abweicht“, so der Pressesprecher.

    Screenshot des Artikels der „Mail on Sunday“ über den russischen Botschafter in London Alexander Jakowenko, der 10. März 2019
    © Foto : Screenshot / Mail Online
    Screenshot des Artikels der „Mail on Sunday“ über den russischen Botschafter in London Alexander Jakowenko, der 10. März 2019

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    Die britische Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ hatte kürzlich im Rahmen einer eigenen „Untersuchung“ behauptet, dass der Diplomat Alexander Jakowenko in den 1980er Jahren ein Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB gewesen sein soll. Auf Grundlage dieser „Untersuchungsergebnisse“ hätten sich Mitglieder des britischen Parlaments mit der Bitte an das Außenministerium Großbritanniens gewandt, Ermittlungen in diesem Kontext einzuleiten.

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    Der Botschafter hatte daraufhin in einem Brief an den Chefredakteur der „Mail on Sunday“ eine offizielle Entschuldigung wegen Verleumdung seitens des Blattes gegen seine Person gefordert. Demzufolge ist die Behauptung, dass er 1986 angeblich wegen Spionage aus den USA ausgewiesen worden sein soll, eine grobe Lüge.

    Jakowenko hatte bei der Ständigen Vertretung der UdSSR bei den Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier in New York von 1981 bis 1986 einen Posten bekleidet und die Vereinigten Staaten fristgerecht bei Ende seines Auslandsdienstes verlassen.

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