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23:14 17 August 2019
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    US-Soldat auf dem US-Luftstützpunkt in Rumänien (Archiv)

    Berlin droht „Kostenexplosion“: Trump will Länder mit US-Militärbasen zahlen lassen

    © Foto : U.S. Air Force/Airman 1st Class Joshua Magbanua
    Politik
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    US-Präsident Donald Trump will jene Länder, wo amerikanische Truppen stationiert sind, für die gesamten Stationierungskosten aufkommen lassen – zuzüglich eines Aufschlags in Höhe von 50 Prozent.

    Die Trump-Administration erwägt derzeit laut Bloomberg eine neue Formel  – „Cost plus 50“. Dadurch sollen Länder, in denen sich US-Militärbasen befinden, die Kosten für die Stationierung der amerikanischen Truppen komplett übernehmen und obendrein noch 50 Prozent draufzahlen.

    Zu den Ländern mit den meisten stationierten US-Soldaten zählen Japan (rund 40.000), Deutschland (33.000) oder Südkorea (28.000). 

    Derzeit bestreitet Deutschland  28 Prozent der durch die Stationierung der US-Truppen entstehenden Kosten – also eine Milliarde Dollar pro Jahr, schreibt Bloomberg unter Berufung auf David Ochmanek, einen Militär-Experten bei der Denkfabrik Rand Corp. Sollten Trumps Pläne Wirklichkeit werden, würden die Kosten für Berlin explodieren.

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    Das von Trump gewünschte Modell kann dazu führen, dass in einigen Fällen US-Verbündete künftig fünf bis sechs Mal mehr Geld für US-Truppen ausgeben müssen.

    Diesen Plänen liegt laut Bloomberg Trumps Idee zugrunde, dass Länder durch die Präsenz von US-Truppen aufgewertet werden. Die Staaten sollen daher für dieses Privileg zahlen.

    Eine endgültige Entscheidung darüber, ob das so genannte „Cost-plus-50”-Modell umgesetzt wird, sei noch nicht gefallen, so Bloomberg.

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    Trump zieht laut der Agentur schon seit dem Amtsantritt die „Cost-plus-50“-Formel in Erwägung. Der US-Präsident ist bekanntlich der Auffassung, dass die Nato-Länder viel zu wenig Beiträge zahlen und ruft sie dazu auf, ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIP zu erhöhen. 

     

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    Tags:
    Beiträge, Kosten, Rüstungsausgaben, NATO, Donald Trump, Ramstein, Japan, Südkorea, Deutschland, USA