05:07 14 November 2019
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad (Archiv)

    „Wirtschaftssanktionen“: Krieg gegen Syrien geht mit anderen Mitteln weiter – Assad

    © AFP 2019 / SANA
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    Laut dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben die aggressiven Handlungen gegen Syrien mittlerweile andere Formen angenommen und werden hauptsächlich durch wirtschaftliche Sanktionen und Blockaden durchgeführt.

    Assad hat bei einem Treffen mit einer chinesischen Diplomaten-Delegation am Sonntag gegenüber dem stellvertretenden Außenminister der Volksrepublik China, Chen Xiaodong, mitgeteilt, dass „der Krieg gegen Syrien vor allem jetzt in Form von wirtschaftlichen Sanktionen und Blockaden“ geführt werde, berichtet der Pressedienst der syrischen Präsidialverwaltung.

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    „Der Krieg gegen Syrien beginnt neue Formen anzunehmen, deren Grundlage Blockade und Wirtschaftskrieg sind. Die Instrumente der internationalen Politik haben sich heute geändert: Die Meinungsverschiedenheiten, die zuvor durch Dialog gelöst wurden, werden nun auf andere Weise reguliert. Andere Methoden werden verwendet, wie Boykott, Rückruf von Botschaftern, wirtschaftliche Blockade, Terrorismus“, zitiert der Pressedienst der syrischen Präsidialverwaltung Baschar al-Assad.

    Nach Ansicht von Assad erfasst der Terrorismus große Teile (der Welt – Anm. d. Red.), so dass extremistische Ideen sich trotz großer Entfernungen weltweit verbreiten würden. Der Kampf gegen den Terrorismus werde daher nicht nur mit militärischen Mitteln geführt, viel wichtiger sei es, der Ideologie von Terrororganisationen entgegenzuwirken.

    „Es ist der Kampf gegen den Terrorismus, der schließlich zu einer politischen Entscheidung führen wird. Jede Rede über politische Entscheidungen angesichts der Verbreitung von Terrorismus ist ein Irrtum und eine Illusion“, so der syrische Präsident.

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    Der chinesische Vize-Außenminister Chen Xiaodong hat bei einem weiteren Treffen am Sonntag mit dem syrischen Außenminister Walid Muallem die Unterstützung der Volksrepublik China für Syrien im Kampf gegen den Terrorismus zugesichert und betont, dass sein Land sich aktiv am Wiederaufbau der arabischen Republik beteiligen werde. Chen zufolge hat Peking chinesische Unternehmen dazu aufgerufen, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Zudem beabsichtige die Volksrepublik die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Damaskus weiter zu entwickeln, so der chinesische Diplomat.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien begann 2011 und wird gegenwärtig fortgesetzt. 2018 wurde der Sieg über die Terrororganisation „Islamischer Staat“ * in Syrien verkündet. In einigen Gebieten des Landes werden allerdings noch Militäroperationen gegen verbliebene Terror-Gruppierungen durchgeführt. Gegenwärtig stehen die politische Regelung des Konflikts, der Wiederaufbau Syriens sowie die Rückkehr der Flüchtlinge im Vordergrund der politischen Verhandlungen.

    * Terrororganisation, in Russland verboten

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    Meinungsverschiedenheiten, Pressedienst, Syrien-Krieg, politische Regelung, Flüchtlinge, Botschafter, Syrien-Gespräche, Syrien-Regelung, Syrien-Konflikt, Syrien-Einsatz, Syrien-Krise, Syrien, Wiederaufbau, Islamischer Staat, Dialog, Terrorismus, Außenministerium Syriens, Präsidentenadministration, Islamischer Staat, Außenministerium Chinas, Chen Xiaodong, Bashar al-Assad, Walid Muallem, Baschar al-Assad, Damaskus, Peking, Syrien, China