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    Auftritt von Sahra Wagenknecht in Siegen (Archivbild)

    Visionärin oder Spalterin? – Wagenknecht polarisiert auch mit ihrem Rückzug

    CC BY-SA 2.0 / DIE LINKE Nordrhein-Westfalen / Wagenknecht Dagdelen, Siegen2013_03
    Politik
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    Sahra Wagenknecht ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Linkspartei, und an ihr scheiden sich die Geister. Auch mit ihrer Ankündigung, nicht mehr für den Fraktionsvorsitz kandidieren zu wollen, sorgt die charismatische Politikerin für ganz unterschiedliche Reaktionen.

    Erst der Rückzug von der Spitze der „Aufstehen“-Bewegung, nun die Ankündigung, nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken kandidieren zu wollen: Sahra Wagenknecht hat beschlossen, künftig kürzer zu treten. Stress und Überlastung hätten dazu geführt, dass sie sich zwei Monate lang wegen Krankheit aus dem Politikbetrieb zurückziehen musste. Sie habe Grenzen aufgezeigt bekommen, die sie in Zukunft nicht mehr überschreiten wolle, so Wagenknecht.

    >>>Mehr zum Thema: Pressestatement der Fraktion „DIE LINKE” zur Wagenknechts Entscheidung — VIDEO<<<

    Die Reaktionen auf Wagenknechts Rückzug fallen gemischt aus. Linken-Parteichef Bernd Riexinger sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, er respektiere Wagenknechts persönliche Entscheidung. „Ich hoffe, dass Sahra Wagenknecht der Linken als wichtiges Gesicht weiter zur Verfügung steht.“ 

    Wagenknechts Parteikollegin Anke Domscheit-Berg hält es für eine gute Entscheidung, dass die in der eigenen Partei nicht unumstrittene Politikerin den Fraktionsvorsitz aufgeben will.

    ​Als richtige Konsequenz beurteilt Wagenknechts Entscheidung auch SPD-Abgeordneter Metin Hakverdi.

    ​FDP-Chef Christian Lindner gibt zwar zu, selten mit Sahra Wagenknecht einer Meinung zu sein, würdigt sie jedoch als gebildete und meinungsstarke Politikerin.

    ​Sehr viel emotionaler fallen die Reaktionen der Facebook-Nutzer unter dem Video mit dem Pressestatement zu Wagenknechts Rückzug aus. „Sehr traurig! Ich wünsche ihr gute Besserung, Erholung und Kraft“, schreibt eine Userin. In einem anderen Kommentar heißt es: „Eine der wichtigsten Personen der Linken…es reißt ein Loch, welches niemals mehr zu stopfen geht“. Eine andere Nutzerin sieht den Flügelstreit und vor allem die Auseinandersetzungen mit der Parteispitze als Grund für Wagenknechts Entscheidung: „Schade, jetzt haben ihre Neider Riexinger und Kipping es geschafft“.

    Zahlreiche Nutzer auf in den sozialen Netzwerken heben außerdem hervor, dass auf den Tag genau vor 20 Jahren Wagenknechts Ehemann Oskar Lafontaine von allen seinen Ämtern zurückgetreten ist.

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    Tags:
    Rückzug, Reaktion, Twitter, Aufstehen, PdL, Linkspartei, FDP, Bundestag, Die LINKE-Partei, Christian Lindner, Sahra Wagenknecht, Deutschland