11:28 23 März 2019
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    US-Diplomaten steigen Flugzeug ein (Archivbild)

    USA ziehen letzte Diplomaten aus Caracas ab

    © Foto: State Department
    Politik
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    Die USA werden in dieser Woche ihr noch verbliebenes Botschaftspersonal aus Venezuela abziehen. Dies teilte US-Außenminister Mike Pompeo in seinem Twitter-Account mit.

    Die USA ziehen demnach ihre noch in Venezuela verbliebenen Botschaftsmitarbeiter ab. Pompeo begründete diese Entscheidung damit, dass sich die Lage in Venezuela weiter verschlechtert habe. Außerdem sei die Präsenz amerikanischer Diplomaten in der Botschaft in Caracas zu einer „Behinderung“ der US-Politik geworden.

    ​Ende Januar hatte Washington beschlossen, alle nicht dringend benötigten US-Diplomaten aus Venezuela abzuziehen.

    Zuvor hatte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA angekündigt und die US-amerikanischen Diplomaten aufgefordert, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. US-Außenminister Mike Pompeo hatte diese Forderung jedoch abgelehnt und zudem erklärt, Maduro habe keine Befugnisse, die dafür nötig seien, solche Entscheidungen zu treffen.

    Der Hintergrund

    Am 23. Januar 2019 hatte sich Juan Guaidó zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt.

    Die USA sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten ihn daraufhin umgehend als Interimsstaatschef anerkannt.

    Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den USA inszenierten Putsch-Versuch sprach.

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    Tags:
    Botschaft, Diplomaten, Mike Pompeo, Venezuela, USA