11:23 23 März 2019
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    Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow

    Kneissl und Lawrow in Moskau: Spionage-Fall kein Hindernis für Kooperation

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    Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow haben bei einem Treffen am Dienstag in Moskau das Interesse der beiden Länder an einer Stärkung der bilateralen Beziehungen betont. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa.

    Anfang November 2018 hatten die österreichischen Behörden die Festnahme eines mittlerweile pensionierten Obersten des österreichischen Bundesheeres angekündigt, der über zwanzig Jahre lange für Russland spioniert haben soll. Daraufhin sagte Kneissl einen geplanten Moskau-Besuch ab. Gegen den Mann soll noch immer ermittelt werden.

    Jener Fall beeinflusse die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in keiner Weise, sagte Kneissl. Es sei gut, dass man darüber sprechen könne.

    „Der Besuch bestätigt, dass der politische Dialog (mit Wien) sehr intensiv ist", sagte Lawrow.

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    Anlass des Besuches am Dienstag war die Gründung eines neuen Forums, bei dem österreichische sowie russische Experten regelmäßig zusammentreffen sollen. Lawrow sagte, er hoffe, dass Russland in Zukunft auch wieder mit der Europäischen Union mehr zusammenarbeiten könne. „Wir sind beide daran interessiert, die Beziehungen zu einer normalen Entwicklung zurückzubringen", sagte Lawrow in der gemeinsamen Pressekonferenz.

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    Tags:
    Spionage-Skandal, Spionage, Zusammenarbeit, Kooperation, Treffen, Besuch, Sergej Lawrow, Karin Kneissl, Österreich, Russland