13:56 24 April 2019
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Altkanzler Gerhard Schröder

    Wegen Merkel: Schröder sieht CDU im Dilemma

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    Politik
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    Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht die CDU wegen des bereits in Aussicht gestellten Abschieds von Regierungschefin Angela Merkel in einem strategischen Dilemma. Diese Meinung äußerte er bei einer „Handelsblatt“-Veranstaltung in Berlin.

    Schröder sieht die CDU in einem strategischen Dilemma, weil Merkel 2021 nicht noch einmal als Kanzlerin antreten will. Laut seinen Aussagen müsse sie nun darüber nachdenken, wann sie eigentlich aufgeben wolle.

    Wenn die CDU-Politikerin bis zum Ende der Wahlperiode im Jahre 2021 bleiben sollte, bekäme die CDU große Probleme im Wahlkampf. „Das ist eine ungeklärte Situation in der CDU“, wird Schröder von dpa zitiert. Merkel müsse dann „dem Volk erklären: Ihr müsst meine Partei wählen, damit eine andere Kanzlerin wird. Ich halte das für fast unmöglich.“ Damit spielte der ehemalige Bundeskanzler auf die Kanzlerambitionen von Annegret Kramp-Karrenbauer an, die vor kurzem den CDU-Vorsitz von Merkel übernommen hatte.

    Angela Merkel hatte zuvor erklärt, dass sie nicht mehr als Kanzlerin antreten wolle. Die Amtszeit will sie jedoch bis zum Ende im Jahr 2021 durchziehen.

    Nachdem Angela Merkel, die damalige CDU-Vorsitzende, am 29. Oktober 2018 angekündigt hatte, nicht mehr bei der Wahl zur Parteivorsitzenden anzutreten, erklärten die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ebenso wie die Politiker Jens Spahn und Friedrich Merz umgehend ihre Absicht, für Merkels Nachfolge an der Spitze der Partei zu kandidieren.

    In einer Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag im Dezember 2018 hatte sich Kramp-Karrenbauer nur knapp gegen Merz durchgesetzt. Die 1001 Delegierten entschieden sich mit 517 Stimmen für die Saarländerin. Auf den Gegenkandidaten Merz entfielen 482 Stimmen.

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    Tags:
    Kanzleramt, CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Deutschland