13:00 05 Juni 2020
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    Chinesische Waffen können laut dem leitenden Forscher des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri (Stockholm International Peace Research Institute), Siemon Weseman, im Nahen Osten und in Nordafrika mit russischen Waffen in Konkurrenz treten.

    „Es ist wahrscheinlich, dass die chinesischen Waffen angesichts der Entwicklung der Technologien in Nahost, in Nordafrika sowie in mehreren asiatischen Ländern mit den russischen Waffen in Konkurrenz treten werden. Sie (China – Anm. d. Red.) sind aktiv in der Entwicklung tätig, ihre Ausgaben sind höher (als die russischen – Anm. d. Red.). Und in der Zukunft könnten sie ihren Marktanteil erheblich steigern“, so Weseman gegenüber Sputnik.

    Zuvor hatte Sipri einen Bericht über den weltweiten Waffenhandel veröffentlicht. Demnach entfielen auf die USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China in den Jahren 2014 bis 2018 75 Prozent aller Waffenexporte weltweit.

    Fünftgrößter Waffenlieferant zwischen 2014 und 2018 war China (5,2 Prozent Anteil am weltweiten Waffenexport). Damit hat das Land seine Waffenexporte um 195 Prozent gesteigert. Gleichzeitig hat Peking sieben Prozent weniger Waffen importiert als zuvor. Dennoch steht China auf Platz sechs der Waffenimporteure.

    Mit großem Abstand zu den USA ist Russland der weltweit zweitgrößte Waffenlieferant. 21 Prozent aller Waffenexporte kamen im Untersuchungszeitraum aus diesem Land. Allerdings gingen die russischen Waffenexporte dem Sipri-Bericht zufolge in den vergangenen fünf Jahren um 17 Prozent zurück. Jedoch widerspricht der staatliche Technologiekonzern Rostec diesen Daten, indem er erläutert, in den letzten zehn Jahren werde ein Wachstum der Waffenverkäufe verzeichnet.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Das sind die weltweit größten Waffenexporteure

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    Tags:
    Export, Import, Waffen, Stockholmer Friedensforschungsinstitut (SIPRI), Russland, China