20:57 19 April 2019
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    US-Flugzeugträger im Südchineschen Meer

    „Verantwortungslos“: China kommentiert US-Vorgehen im Südchinesischen Meer

    © Foto: Official U.S. Navy Page
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    Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, hat sich am Mittwoch zu der jüngsten Aussage des US-Außenministers Mike Pompeo geäußert, wonach China den Zugang der Länder des Asiatisch-Pazifischen Raumes zu den Energieressourcen in einem Wert von 2,5 Billionen US-Dollar behindern soll.

    „Im Südchinesischen Meer hat China nach wie vor gewisse Streitigkeiten mit den Ländern der Region in Bezug auf die Zugehörigkeit der Inseln und der Seegewässer. China tritt dafür ein, dass diese  Streitigkeiten unmittelbar durch die in den Streit verwickelten Parteien mittels freundschaftlicher Konsultationen gelöst werden. Zugleich spitzen einige fernliegende Länder die Lage zu. Das ist ein sehr verantwortungsloses Vorhalten ihrerseits gegenüber dieser Region“, sagte Kang. 

    US-Raketenzerstörer USS McCampbell während Manövers im Südchinesischen Meer
    © REUTERS / Mass Communication Specialist 2nd Class John Harris / U.S. Navy / Handout
    Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo bei einer Energiekonferenz in Texas erklärt, China behindere den Zugang der Länder des Asiatisch-Pazifischen Raumes zu den Energieressourcen in einem Wert von 2,5 Billionen US-Dollar (zirka 2,2 Billionen Euro).

    Ihm zufolge ist der unrechtmäßig Bau der Inseln durch China in den internationalen Gewässern nicht nur eine Frage der Sicherheit. Mit der Behinderung des Zugangs zu den Energieressourcen entziehe China den ASEAN-Mitgliedsländern den Zugang zu Ressourcen im Gesamtwert von 2,5 Billionen US-Dollar.        

    China betrachtet die US-Militäraktivitäten in der Nähe seiner Küstenlinie äußerst argwöhnisch. So hatte Peking Anfang Januar den USA seinen Protest bekundet, nachdem der US-Raketenzerstörer „McCampbell“ ins Gewässer um die umstrittenen Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer eingelaufen war.

    Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer in Konflikt miteinander. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region anzuheizen.

    Die USA sind der Ansicht, dass Peking künstliche Inseln baue, sie zu militärischen Objekten mache und seine Territorialgewässer durch künstlich gewonnenes Land erweitere, und pochen auf das Recht des freien Schiffsverkehrs in diesem Gebiet. China weist die US-Vorwürfe zurück.

     

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    Tags:
    Vorgehen, ASEAN, Mike Pompeo, Lu Kang, Paracel-Inseln, Südchinesisches Meer, Philippinen, Vietnam, Japan, USA, China