00:32 20 November 2019
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    Ankunft der US-Fallschirmjäger in Polen (Archivbild)

    Ernsthaftes Angebot gemacht: Wie weit sind Verhandlungen über „Fort Trump“ in Polen?

    CC BY 2.0 / U.S. Army / Sgt. A.M. LaVey
    Politik
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    Washington und Warschau führen Verhandlungen über die Stationierung eines ständigen US-Kontingents in Polen. Die Assistenzsekretärin des US-Verteidigungsministers für internationale Sicherheitsangelegenheiten, Kathryn Wheelbarger, legte offen, wie viel Zeit die Vorbereitung auf ein entsprechendes Abkommen in Anspruch nehmen könnte.

    Der stellvertretende US-Verteidigungsminister John Rood hatte am 13. März ein Treffen mit offiziellen Beamten Polens. Die Seiten besprachen die Schaffung einer ständigen US-Basis auf polnischem Territorium.

    Laut Wheelbarger machte Washington ein „sehr ernsthaftes Angebot“:

    „Wir arbeiten diese Woche an Formsachen (…). Wir hoffen darauf, dass wir nach diesem Treffen ein festes Fundament für die weitere Arbeit haben werden.“

    Dabei gab sie keine Details an.

    Falls die polnische Seite den Vorschlag von Rood akzeptiere, werde sich das US-Außenministerium dann mit der Ausarbeitung „eines tatsächlichen technischen Abkommens“ befassen. Die Vorbereitung auf eine endgültige Vereinbarung kann ihr zufolge sechs Monate bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen.

    Derzeit befinden sich auf dem Territorium Polens circa 4500 US-Militärs als Teil einer amerikanischen Panzerbrigade und multinationalen Bataillonsgruppe.

    Frühere Gespräche über „Fort Trump“ in Polen

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach Verhandlungen mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda erklärt, die USA würden derzeit die Möglichkeit prüfen, einen Stützpunkt in Polen dauerhaft zu stationieren, während Warschau bereit sei, dafür „Milliarden Dollar“ zu zahlen.

    Zuvor hatte Polen den Vereinigten Staaten angeboten, eine amerikanische Panzerdivision auf polnischem Boden zu stationieren. Die Kosten der Stationierung wurden mit zwei Milliarden Dollar veranschlagt. Warschau sei bereit, diese Summe zu zahlen, erklärte der polnische Präsident.

    Das Angebot wurde abseits der Nato, auf bilateraler Grundlage unterbreitet. Die endgültige Entscheidung diesbezüglich steht noch aus.

    Das russische Außenministerium erklärte: Die Pläne für den Aufbau eines US-Stützpunkts in Polen würden auch „eine Kraftprojektion in Richtung der russischen Grenze“ beinhalten. Die Entstehung dieser Basis würde Moskau dazu drängen, „zusätzliche militärtechnische Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Sicherheit Russland unter den neuen Umständen verlässlich zu garantieren, sagte der russische Vize-Außenminister Alexander Gruschko.

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    Tags:
    Abkommen, Verhandlungen, Stützpunkt, Fort Trump, Polen, USA