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08:24 21 Juli 2019
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    Peking, China (Symbolbild)

    US-Bericht zur Menschenrechtslage: China warnt USA wegen Kritik

    © AP Photo / Ng Han Guan
    Politik
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    Der neue Bericht des US-Außenministeriums über die Menschenrechtslage in der Welt im Jahr 2018 ist laut dem Sprecher des Außenamtes der Volksrepublik China, Lu Kang, voller ideologischer Vorurteile und unbegründeter Anschuldigungen gegen China. Ihm zufolge hat Peking eine Warnung gegenüber den USA ausgesprochen.

    „Der Bericht des US-Außenministeriums ignoriert wie immer die Fakten und ist voller ideologischer Vorurteile und unbegründeter Anschuldigungen gegen China. In diesem Zusammenhang hat Peking eine strenge Warnung gegenüber der US-amerikanischen Seite ausgesprochen“, erklärte Lu Kang bei einem Briefing am Donnerstag.

    China lege großen Wert auf den Schutz der Menschenrechte und habe in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht.

    „Wir hoffen, dass die USA das Denken des Kalten Krieges und ihre Vorurteile aufgeben werden, dass sie den von China im Bereich Menschenrechte erzielten Fortschritt objektiv betrachten und darauf verzichten werden, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas unter dem Vorwand (des Problems – Anm. d. Red.) der Menschenrechte einzumischen“, betonte  Lu Kang.

    In seiner Vorstellung des jährlichen Berichts zur Menschenrechtslage weltweit hat der US-Außenminister Mike Pompeo am Mittwoch vor allem die zunehmende Gewalt gegen Minderheiten und Andersdenkende in China scharf kritisiert. Das Land sei beim Thema Menschenrechtsverletzungen „eine Klasse für sich“, sagte Pompeo. Vor allem die Unterdrückung muslimischer Minderheiten in der Provinz Xinjiang habe im vergangenen Jahr ein „Rekordniveau“ erreicht.

    In der letzten Zeit wird Chinas größte autonome Region Xinjiang von den Weltmedien und verschiedenen Organisationen öfters im Hinblick auf die sogenannten Umerziehungszentren für muslimische Uiguren und Vertreter verschiedener Minderheiten erwähnt.

    Die chinesischen Behörden erläutern ihrerseits, dass diese Einrichtungen vor allem für diejenigen bestimmt seien, die unter dem Einfluss einer terroristischen und extremistischen Ideologie stehen würden. Dabei seien diese Personen unter dem Verdacht, Bagatelldelikte begangen zu haben, die keine strafrechtlichen Konsequenzen erfordern würden. Es könne sich aber auch um Menschen handeln, deren strafrechtliche Verfolgung ausgesetzt werden könne. 

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Experte: China tritt in Nahost mit russischen Waffen in Konkurrenz

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    Tags:
    Menschenrechte, Menschenrechtsverletzungen, Kalter Krieg, USA, China