09:34 02 Juli 2020
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    Udo Bullmann, der neue Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, hat den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, der Sympathie für Faschismus beschuldigt.

    Wie Tajani am Mittwoch gegenüber dem italienischen Sender Radio24 sagte, habe der italienische Diktator Benito Mussolini „einige gute Dinge getan“. „Ich bin kein Faschist, ich war nie ein Faschist. Aber wenn wir ehrlich sein wollen, hat er Straßen, Brücken, Gebäude, Sportanlagen bauen lassen“, so Tajani. „Wenn man ein historisches Urteil abgibt, muss man objektiv sein“, sagte er im Radio.

    Laut Bullmann ist Tajanis Äußerung „unglaublich“. „Wie kann der Präsident des Europäischen Parlaments den Charakter des Faschismus so verleugnen? Wir fordern umgehend eine Erklärung“, schrieb er auf Twitter.

    Daraufhin twitterte Tajani, dass seine Äußerungen manipuliert würden. „Ich bin immer ein überzeugter Antifaschist gewesen, ich erlaube niemandem, etwas anderes zu behaupten“, unterstrich der EU-Parlamentspräsident.

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    Tags:
    Sympathie, Faschismus, Twitter, EU-Parlament, Udo Bullmann, Antonio Tajani, Europa