11:50 24 März 2019
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    Proteste der Gelbwesten in Paris

    Brandlegung bei „Gelbwesten“-Aktion in Paris: Innenminister prangert „Mörder“ an

    © REUTERS / Philippe Wojazer
    Politik
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    Bei den „Gelbwesten“-Protesten in Frankreich eskaliert die Gewalt. In Paris werden Läden geplündert und Autos angezündet. Nahe der Prachtmeile Champs-Élysées wurde ein Wohnhaus in Brand gesteckt, eine Mutter und ihr Baby entkommen nur knapp den Flammen.

    Frankreichs Innenminister Christophe Castaner hat jene, die das Haus in Brand steckten, als Mörder angeprangert.

    „Die Menschen, die das begingen, sind weder Manifestanten noch Rowdys, das sind Mörder“, schrieb Castaner auf seiner Twitter-Seite.

    Dem Minister zufolge haben Feuerwehr und Polizei mit der Evakuierung des Gebäudes begonnen. „Das Feuer ist unter Kontrolle gebracht worden.“

    Die „Gelbwesten“ führen bereits am 18. Samstag hintereinander ihre Aktionen in Paris und anderen Regionen Frankreichs durch. Nach Angaben des Innenministeriums sind heute in Paris mehr als 7.000 Menschen auf die Straße gegangen.

    Die Pariser Polizei ist mit Wasserwerfern gegen die Teilnehmer der Protestaktion vorgegangen. Zuvor waren Tränengas und Rauchkörper zum Einsatz gekommen.

    Wie der Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf die Polizeipräfektur mitteilte, sind am Samstag in Paris 64 Personen festgenommen worden. Zuvor wurden 31 Festnahmen gemeldet.

    Seit dem 17. November 2018 finden in Frankreich Großdemonstrationen statt. Die landesweiten Proteste richten sich gegen die Wirtschaftspolitik der französischen Regierung, darunter gegen die Erhöhung der Steuern auf Diesel und Benzin. Als Erkennungszeichen tragen die Demonstranten gelbe Signalwesten.

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    Tags:
    Einsatz, Gelbwesten, Polizei, Christophe Castaner, Paris, Frankreich