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07:11 22 August 2019
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    John Bolton (Archivbild)

    Verhandlungen zu Rüstungskontrolle: USA wollen China ins Boot holen

    © AP Photo / Alex Brandon
    Politik
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    John Bolton, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, hat sich am Sonntag gegenüber dem US-Radiosender AM 970 über eine mögliche Teilnahme Chinas an den Verhandlungen über Rüstungskontrolle ausgesprochen.

    Bolton zufolge verstärkt China derzeit seine Nuklearkapazität. Das sei einer der Gründe, warum die USA ihr Raketenabwehrsystem verstärken wollen.

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    „Und das ist einer der Gründe, warum es sinnvoll sein kann, dass China an den Besprechungen teilnimmt, falls wir weitere Verhandlungen über Rüstungskontrolle, zum Beispiel mit den Russen haben werden“, sagte Trumps Sicherheitsberater.

    Die Aufnahme des Interviews wurde auf der offiziellen Seite der Show „The Cats Roundtable with John Catsimatidis“ veröffentlicht.

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    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Washington am 2. Februar mit dem Ausstiegsverfahren aus dem INF-Vertrag beginne. Präsident Wladimir Putin versprach einen adäquaten Schritt, den Russland auch unternahm. Zugleich erklärte Putin, dass alle Abrüstungsvorschläge Russlands auf dem Tisch blieben und die Türen offen stünden, Moskau aber keine Gespräche mehr initiieren würde. Am 4. März unterzeichnete Putin einen Erlass, mit dem Russland den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) ab sofort aussetzt.

    Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 von den damaligen Staatschefs der UdSSR und der USA, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, unterzeichnet worden. Darin verpflichteten sich beide Staaten, sämtliche Raketen mittlerer (1000 bis 5500 Kilometer) und kürzerer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite zu vernichten und keine neuen mehr zu produzieren.

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    Pilot des Kampfflugzeuges F-22 Raptor in Estland (Archiv)
    © Foto : U.S. Air Force/Tech. Sgt. Ryan Crane
    In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander regelmäßig vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Washington geht davon aus, dass Moskau die wahren Möglichkeiten des neuartigen Marschflugkörpers 9M729 für Iskander-Komplexe verheimlicht. Dem Pentagon zufolge hat die Rakete eine Flugweite von mehr als 500 Kilometern.

    Moskau weist die Anschuldigungen als aus der Luft gegriffen zurück und fordert von den USA die Untermauerung ihrer Vorwürfe mit konkreten Fakten.

    Russische Rakete 9M729
    © Sputnik /
    Russische Rakete 9M729
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    Tags:
    Flugkörper, Raketenabwehr, Raketen, Kernwaffen, Nuklearwaffen, Nuklearmacht, Nuklearkrieg, Atomwaffen, Atombombe, Atomarsenal, Atomabrüstung, Atomabkommen, geopolitische Interessen, Konflikt, Kampf, Krieg, Armee, Militär, Rüstungskontrolle, Rüstung, Waffenarsenal, Waffen, Rakete 9M729, INF-Vertrag, John Bolton, China, Russland, USA