09:43 26 April 2019
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    Der russische TV-Sender RT France (Archiv)

    Bewachung verstärkt: RT France meldet Drohungen gegen Mitarbeiter

    © Sputnik / Witali Beloussow
    Politik
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    Der TV-Sender RT France hat die Polizei über an Mitarbeiter gerichtete Drohungen informiert und die Bewachung der Redaktion in Paris verstärkt. Dies teilte die Chefredakteurin von Sputnik und Russia Today, Margarita Simonjan, mit.

    „Was hat man dort über die niederdrückende Hass-Atmosphäre (gesagt)?“, schrieb Simonjan in ihren Accounts in den sozialen Netzwerken.

    Unter anderem teilte sie mit, dass die Mitarbeiter von RT France Drohbriefe erhalten hätten.

    „Vorher schrieb eine andere Person Briefe an unterschiedliche Adressen von unserem RT-France, rief mehrmals bei der Rezeption an, erzürnte sich sehr – (es ging) etwa um Stalin und darum, dass wir aus Frankreich verschwinden sollen und uns das EU-Parlament weder sehen noch hören will“, erläuterte sie.

    „Informationskrieg“ gegen russische Medien

    Derzeit verfügen Sputnik und der TV-Sender RT über keine Akkreditierung im Elysee-Palast und anderen Behörden. Zuvor hatte die Chefredakteurin von Sputnik France, Natalia Nowikowa, mitgeteilt, dass die Reporter der Agentur, die keine Akkreditierung bekommen hätten, bei der Berichterstattung der Veranstaltungen, die regelmäßig mit Krawallen in Paris begleitet werden, einer Doppel-Gefahr ausgesetzt seien.

    >>>Mehr zum Thema: Russischer TV-Sender RT France im Fadenkreuz französischer Geheimdienste<<<

    Im Kreml bezeichnete man diese Situation als „Informationskrieg“ des französischen Präsidenten gegen russische Medien.

    Vergangenen November hatte das Europaparlament eine Resolution mit der Forderung verabschiedet, russischen Medien entgegenzuwirken. Dabei wurden RT und die Agentur Sputnik als Hauptbedrohungen eingestuft.

    Ende 2017 hatten Vertreter der französischen Öffentlichkeit CSA-Chef Olivier Schrameck in einem „Le Monde“-Artikel aufgerufen, RT France die Sendelizenz abzuerkennen. Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete den Vorstoß als eine „grobe Einmischung in die Tätigkeit von Massenmedien“. RT-Chefredakteurin warf den französischen Intellektuellen vor, sich über die Parole „Liberté, Égalité, Fraternité“ (zu Deutsch: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) hinwegzusetzen.

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    Tags:
    Mitarbeiter, Drohungen, EU-Parlament, RT France, Margarita Simonjan, Russland, Paris, Frankreich