00:31 24 April 2019
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    Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin

    Solange Poroschenko bleibt: Keine fruchtbare Beziehung zu Kiew in Sicht – Peskow

    © Sputnik / Sergej Gunejew
    Politik
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    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat am Dienstag vor Journalisten die jüngste Äußerung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über das „Breikochen” mit Putin kommentiert und erläutert, wen Russland als nächsten Präsidenten der Ukraine sehen will.

    Solange Petro Poroschenko Präsident der Ukraine sei, würden sich die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew definitiv nicht verbessern, erklärte er.

    Peskow erinnerte zudem daran, dass sich Russlands Präsident, Wladimir Putin, bereits sehr ausführlich zu den Aussichten, wenigstens eine Art Beziehung zu der derzeitigen Führung der Ukraine aufzubauen, geäußert habe.

    „Das war sehr ausdrucksvoll und bedarf keiner weiteren Ergänzungen. Was (die Kandidaten – Anm. d. Red.) angeht, unter denen unsere bilateralen Beziehungen besser sein könnten, kann man eindeutig sagen, dass es wiederum mit dem gegenwärtigen (Präsidenten – Anm. d. Red.) nicht besser werden kann”, so der Kremlsprecher.

    Er fügte hinzu, man sollte die weiteren Entwicklungen in der Ukraine ganz genau beobachten.

    „Für den Kreml wäre es definitiv besser, wenn die Ukrainer einen Präsidenten wählen, der die Realität nüchtern beurteilen würde, bei dem die politische Weisheit vorherrschen würde”, sagte Peskow.

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    Er solle nicht ein „Kriegs-, sondern ein Friedenspräsident” sein.

    Bei seinem Krim-Besuch am vergangenen Montag erläuterte Putin, dass das russische und das ukrainische Volk nie einen Zwist gehabt hätten, aber derzeit kein positives Ergebnis bei den Beziehungen zu der Kiewer Regierung erzielt werden könne. Wie er erklärte, könne man mit den ukrainischen Behörden „keinen Brei kochen“ (d.h. nichts Konstruktives vereinbaren).

    Poroschenko reagierte empört und betonte, er lehne die angedeutete Möglichkeit vehement ab. Er „werde mit niemandem Brei kochen und essen oder angeln gehen, wie es einige unsere Kandidaten tun“.

    Am Montag wurde auf der Krim der fünfte Jahrestag der Wiedervereinigung mit Russland gefeiert.

    Die Halbinsel war am 18. März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich in Kiew.

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    Die ukrainische Regierung weigert sich nach wie vor, die Abspaltung der Krim anzuerkennen. Die westlichen Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum.

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    Tags:
    Aussichten, Präsident, Dmitri Peskow, Petro Poroschenko, Ukraine, Russland